Traumberuf Präparatorin

Der MDR zeigt die Präparatorin Claudia Glöckner und ihren faszinierenden Beruf im Porträt: „Eine Frau für alle Felle“.

Jagdtrophäe

Foto: Pezibear

Tiere sind Claudia Glöckners Leidenschaft: Die 44-Jährige ist Tierpräparatorin. Schon als Kind stand ihr Berufswunsch fest, mittlerweile ist sie seit 17 Jahren selbstständig. An der Werkbank ihres alten Forsthauses haucht sie Wildschweinen, Rehen, Krähen oder Ziegen, aber auch exotischeren Tieren wie Gnus oder Zebras neues Leben ein. Der Mitteldeutsche Rundfunk gewährt Einblicke in Glöckners Leben und in ihren Traumberuf.

Ihre verschiedenen Leidenschaften sind untrennbar miteinander verwoben, denn Claudia Glöckner ist nicht nur Präparatorin, sondern auch gelernte Landwirtin und Jägerin. Außerdem bildet sie Jagdhunde aus. Ihr Handwerkszeug lernte sie einst von einem Präparator im Nachbarort; das meiste hat sie sich allerdings über die Jahre selbst angeeignet. Unzählige Fachbücher hat sie gelesen und Fortbildungen besucht, um ihre Fertigkeiten zu perfektionieren. Inzwischen hat sie mehr als tausend Tierkörpern ein zweites Dasein geschenkt.

Die Natur beschreibt die Jägerin als ihren wichtigsten Rückzugsort. Schon als junges Mädchen war sie vom Präparieren fasziniert: Sie zeichnete viel, hielt fest, was sie in der Natur erlebt hatte. Im Alter von zehn Jahren präparierte sie ihr erstes Tier. Vor 17 Jahren erfüllte sie sich dann ihren Lebenstraum. Sie kaufte eine alte Försterei in ihrem Heimatort im Erzgebirge, wo sie ihre Leidenschaften für die Jagd, fürs Präparieren und für die Natur perfekt miteinander vereinen kann. Hier lebt sie mit Jagdhund Djego und einigen Ziegen. Im Gewölbe des ehemaligen Pferdestalls hat sie ihre Werkstatt und ihren Schauraum untergebracht.

Besonders stolz ist Claudia Glöckner auch auf ihre eigene Ziegenmilch. Vom Melken bis zur Käseherstellung macht sie alles selbst. Ihr Lebenskonzept lautet: In, mit und von der Natur leben. Authentischer kann der Bezug zu tierischen Produkten nicht sein: „Ich habe für mich festgestellt, dass es für Mensch und Tier das Beste ist, sich das direkt zu besorgen, als über Umwege.“ Dass andere das Töten und Essen von Tieren verteufeln, findet sie „bigott“. Wichtiger ist Glöckner, alles „mit Bedacht“ zu tun.

Heimatverbundenheit spielt für die Präparatorin eine große Rolle. Sie ist schon viel herumgekommen: Sie reiste bereits nach Namibia, Australien, Südafrika und Schottland, um dort zu jagen oder zu arbeiten. Doch bei allem Fernweh hat sie sich gegen das Auswandern und für die sächsische Heimat entschieden. Eine gute Entscheidung – denn man merkt Claudia Glöckner an, dass sie liebt, was sie tut.

Weitere Informationen über Claudia Glöckner und ihre Werkstatt finden Sie auf ihrer Internetseite.

Die vollständige MDR-Reportage „Alles wird wie neu sein“ können Sie sich hier anschauen:

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