„Veggie-Produkte“ fallen auch bei Stiftung Warentest durch

Vegetarischer Burger

Vegetarier und Veganer müssen erneut eine schlechte Nachricht hinnehmen: Die Stiftung Warentest hat zahlreiche Fleischersatzprodukte miserabel bewertet. Vor einigen Monaten hatte bereits das Magazin Öko-Test schlechte Noten für „Veggie-Produkte“ verteilt (wir berichteten).

Einer Pressemitteilung zufolge erwiesen sich nun zwar sechs von 20 getesteten Produkten als „gute Alternative zu ihren Vorbildern mit Fleisch“. Sechs weiteren Produkten attestierten die Tester jedoch ein „Schadstoffproblem“, nachdem sie zum Teil hohe Gehalte an Mineralölbestandteilen (MOSH) gefunden hatten. 

Ein mit „mangelhaft“ bewertetes vegetarisches Schnitzel einer bekannten Marke wies mehr als 400 Milligramm Mineralölbestandteile pro Kilogramm auf – ein Wert, der laut Stiftung Warentest zu den höchsten gehört, die die Tester je in Lebensmitteln nachgewiesen haben. Nach Ansicht der Europäischen Lebensmittelbehörde ist MOSH als „potenziell besorgniserregend“ einzustufen.

Weiteres Fazit der Warentester: „Einige Veggie-Varianten schmeckten trocken, waren schwer zu kauen oder so salzig, dass sie durstig machen.“ Bei vielen der getesteten Produkte seien die Rezepturen wohl noch verbesserungswürdig.

Auch Öko-Test hatte Mitte des Jahres bemängelt, dass etliche vegetarische und vegane Lebensmittel hohe Mineralölrückstände und zu viel Salz enthalten. Dass Fleischersatzprodukte trotzdem zurzeit boomen, ermittelte das Marktforschungsinstitut GfK (wir berichteten). Demnach kaufte die Gruppe der sogenannten Flexitarier, die sich vor allem vegetarisch ernähren, innerhalb eines Jahres fast 400 Prozent mehr Fleischersatzprodukte als Nicht-Flexitarier.

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