„Beschissene“ Zeiten für Schwarzkittel 

Ehemaliger Zoo-Tierarzt aus Hoyerswerda hat ungewöhnliche Methoden gegen die Wildschweinplage in der Region.

Wildschweine in der Rotte

Foto: Karl-Heinz Fritschek

Die Mulkwitzer sind verärgert, weil sie sich alleingelassen fühlen mit der Wildschweinplage. Gleich mehrere Tiere hatten kürzlich einen kompletten Sportplatz in dem Ort in der Oberlausitz umgepflügt. Die borstentiergeplagten Bürger können nun aber auf eine Lösung hoffen. Denn wenn es nach Dr. Werner Tschirch geht, dem ehemaligen Tierarzt des Zoos Hoyerswerda, brechen für die Wildschweine nun ziemlich „beschissene“ Zeiten an.

„Die Leute sollten in einen Zoo gehen, einen Eimer mitnehmen und sich Kot von Raubtieren geben lassen“, sagt Dr. Werner Tschirch. Ob der von Löwen, Tigern, Bären oder Pumas stamme, sei egal, Hauptsache Raubtier, bestätigte Tschirch gegenüber der Lausitzer Rundschau

Der Erfolg sei fantastisch, sagt Tschirch über die etwas komisch anmutende Vertreibungs-Methode. „Die Schweine haben eine gute Nase und riechen den Kot“, sagt er. Nachdem der Kot kürzlich am Rande eines Maisfeldes ausgelegt worden sei, hätten Jäger nachts Posten bezogen und beobachtet, was passiert. Das Leitschwein habe einen Laut ausgestoßen und die Rotte sei auf der Stelle umgekehrt, so der ehemalige Zoo-Tierarzt. Mehrere Wochen lang habe das Schwarzwild den Bereich gemieden. Ob die Aktion in Mulkwitz ebenso zum Erfolg führt, bleibt abzuwarten. 

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