Dänen wollen Wölfe einsperren

Schutzzäune mal anders: Dänemarks Umweltminister will nicht die Weidetiere, sondern die Wölfe hinter Gitter bringen. Der Widerstand gegen die Idee hält sich in Grenzen.

Wölfe

Symbolbild: raincarnation40

Der Vorschlag von Umweltminister Esben Lunde Larsen ist eine Reaktion auf die heftigen Proteste gegen die Vorschläge aus Volkspartei und Konservativen, die nach Dänemark zuwandernden Wölfe abzuschießen. Das geht auch nach EU-Recht nicht. Nun kam aus den Reihen von Volkspartei und Sozialdemokraten die Gatter-Idee und der Umweltminister von der Linkspartei hält sie für überlegenswert.

„Wir untersuchen das“, sagte Esben Lunde Larsen der Zeitung DR Nyheder. Er hat sich schon mit Vertretern der Volkspartei über das weitere Vorgehen besprochen. Mit über 200.000 Hektar eigenem Landbesitz habe der Staat jedenfalls die Flächen, um das Projekt umzusetzen, glaubt der studierte Theologe. Wolfsexperten hingegen sind schon im Protest-Modus: Die Wölfe müssten sich aus dem Weg gehen können, damit sie sich nicht gegenseitig zerfleischen.

Während noch über das nationale Wolfsgatter diskutiert wird, hat der Umweltminister eine neue Definition für „Problemwölfe“ angekündigt: Damit werde das Regulieren der Wolfspopulation erleichtert, verspricht der Politiker: „Ich halte es für wichtig, dass wir Dänen uns in der Natur sicher fühlen und Schafe und Kühe halten können“, sagte er DR Nyheder.

Überraschend ist die Sache nicht: Zur Abwehr der Schweinepest ist in Dänemark auch ein wilddichter Zaun an der Grenze zu Deutschland im Gespräch. So wichtig nimmt die Regierung dort die Landwirtschaft.

Einen umfangreichen Überblick über das Thema Wolf finden Sie auch hier in unserem Wolfsticker: Hier klicken!

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