Deutsche Jäger als Vorbild

In Schweden soll die Direktvermarktung von Wildbret erleichtert werden – auf Basis der guten Erfahrungen mit der Praxis in Deutschland.

Wildschweinbraten

Foto: Alexander Küper

Spannende Debatte im schwedischen Reichstag: Unter dem Eindruck von Schweinepest und explosionsartiger Vermehrung des Schwarzwilds soll die Wildbret-Direktvermarktung nach deutschem Vorbild erleichtert werden.

Bei der Lebensmittelsicherheit sind die Schweden ausgesprochen pingelig. Aber auch flexibel, wenn es darum geht, drohende Krisen zu meistern: So zeichnet sich bereits nach der ersten Parlamentsdebatte ab, dass es schnell eine Mehrheit für die Lockerung des Schlachthof-Zwangs bei der Schwarzwild-Vermarktung geben dürfte.

Spannend: Die Verfechter der Lockerung berufen sich auf die guten Erfahrungen mit der Praxis in Deutschland. Also amtliche Trichinenschau in Verantwortung der Revierinhaber und sowohl Direktvermarktung als auch Verkauf über den Wildbrethandel.

Zum Hintergrund gehört, dass das Schwarzwild in Schweden bis vor wenigen Jahrzehnten nahezu ausgerottet war und sich seit der Jahrtausendwende seine Lebensräume zurückerobert – sozusagen im Schweinsgalopp und auch in Wolfsregionen. Und die Politik ist dort offenbar so flexibel, alte Gewohnheiten ruckzuck zu hinterfragen.

Nebenbei: Schwarzwild ist in Skandinavien bisher ziemlich gut vermarktbar. Der Jägerverband betreibt bereits seit dem zunächst nur vereinzelten Vorkommen der Sauen Werbeaktionen für das lange nicht mehr bekannte Lebensmittel – bei kleiner werdenden Elch-Strecken durchaus erfolgreich.

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