Jahresrückblick für Jagd und Natur: Mai 2017

Bundestag ändert Waffengesetz, Jäger im Shitstorm und Grüne in Erklärungsnot – das war der Mai bei Outfox-World!

Waffenschränke

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir haben für Sie noch einmal einen Blick zurückgeworfen, um die bewegendsten, spannendsten und skurrilsten Geschichten des Jahres zusammenzutragen. In zwölf Teilen fassen wir Ihnen das Jahr 2017 zusammen.

Jägerin bringt Grünen-Politikerin in Erklärungsnot

In Nordrhein-Westfalen stehen die Landtagswahlen an. Dem WDR gelingt mit einer Serie ein kleines Wahlkampf-Glanzstück: Politiker treffen vor laufender Kamera auf Menschen, mit denen sie sonst eher weniger zu tun hätten. So stellt sich die grüne Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann den kritischen Fragen einer Jägerin und Waldbäuerin. Obwohl (oder vielleicht gerade weil) man das Unbehagen von Löhrmann, dem selbsternannten „Stadtkind“, förmlich spüren kann, kommt ein sehr sehenswerter Beitrag dabei heraus, der viele Hinweise gibt auf das Naturverständnis der Grünen-Politikerin.

Hier finden Sie den den ganzen Bericht inklusive Link zum Video.

Bundestag beschließt Waffengesetz-Änderung

Nach der Debatte im März geht es im Bundestag nun mit der Beschlussfassung ganz schnell: Keine fünf Minuten dauert es, da ist die Änderung des Waffengesetzes abgesegnet. In Kraft treten kann es allerdings erst nach einem Ja des Bundesrats und der Unterschrift durch den Bundespräsidenten. Während die Bundesregierung in den Änderungen einen Erfolg für die Sicherheit sieht, sind legale Waffenbesitzer über Gängelung und Aktionismus erbost. Die Interessengemeinschaft prolegal e.V. kritisiert, das Gesetz werde „durch die Anhörungen gepeitscht. Das erfolgt laut Plan möglichst spät am Abend, dann sind alle müde und viele schon weg.“

Die ganze Nachricht und die wichtigsten Waffengesetz-Änderungen im Überblick finden Sie hier.
Einen Beitrag über die Kritik von prolegal e.V. gibt es hier.

Deutscher Ordnungssinn – eine Naturkatastrophe

Rasenmäher

Im Mai macht es wieder Spaß, raus in die Natur zu gehen – sei es in den eigenen Garten oder aufs Land. Unkraut wird gejätet, der Rasen akkurat geschnitten und auch in Feld und Flur mähen die Bauern ihre Äcker und Wiesen. Aber wozu eigentlich? Was vielleicht die menschliche Ordnungsliebe befriedigt, ist für die ökologische Vielfalt eine Katastrophe: Böschungen, Feldränder, Ackerrandstreifen und selbst brachliegende Flächen werden niedergemäht und somit unnötigerweise zu Tode gepflegt.

Lesen Sie hier einen Blogbeitrag über die Folgen des deutschen Ordnungssinns.

Jäger kassiert Shitstorm wegen Aufklärung nach Wildunfall

Wieder einmal ist ein Jäger, der auf ganz reale Zustände hinweisen will, Zielscheibe von Hass. Ein Jagdpächter und Berufsfeuerwehrmann wird zu einem Wildunfall an einer Bundesstraße gerufen. Der Fahrer ist geflüchtet, das tote Wild liegt auf der Straße. Der Mann fotografiert die unschöne Szene und postet die Bilder anschließend in einer lokalen Facebook-Gruppe, um über das Thema aufzuklären und auf die Unfallflucht aufmerksam zu machen. Die Reaktionen folgen prompt: Der Jäger wird als „pervers“ und „obszön“ beleidigt, bevor sein Beitrag sogar komplett verschwindet.

Hier gibt es die kompletten Hintergründe zum Nachlesen.

Geocacher und Jagdpächter einigen sich auf Regeln

Jäger und Geocacher haben zumeist unterschiedliche Vorstellungen davon, was im Wald erlaubt sein sollte und was nicht. Ein regelrechter Streit ums Geocaching entbrennt 2016 zwischen Jagdpächtern und GPS-Schatzsuchern in Weinstadt (Baden-Württemberg). Im April kommt es zu einer gemeinsamen Einigung: An einem runden Tisch kann der Konflikt gelöst werden: Beide Seiten einigen sich auf Bedingungen, die das Geocaching in den Wälder rund um Weinstadt regeln.

Details zu dieser vorbildlichen Einigung finden Sie in diesem Beitrag.

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