Mensch, Vebu, das muss doch weh tun!

Fleischtheke

Wussten Sie’s? Oder spüren Sie’s wenigstens? Wir alle leben unter der blutigen Knute des Karnismus. Sehen kann man ihn wohl nicht, denn es handelt sich bei ihm um ein „unsichtbares Glaubenssystem“. Aber er ist offenbar doch präsent und konditioniert uns Menschen hartnäckig darauf, „bestimmte Tierarten zu essen“ – beziehungsweise deren „Körperteile (sprich Fleisch) und Ausscheidungen (sprich Milch, Eier und Honig)“. So sieht man das jedenfalls beim Vegetarierbund Deutschland (Vebu).

Gut wäre es also wohl, diesem teuflischen System zu entkommen. Aber sollte das tatsächlich – wie auch immer – geschafft sein, gibt es direkt eine weitere Herausforderung: Gewappnet zu sein, falls man auf Menschen stößt, die sich weiterhin der Lust auf Fleisch hingeben. Es ist nun mal so: „Vegan-vegetarisch lebende Menschen sind in ihrem Alltag oft Konfrontationen mit Fleischessern ausgesetzt.“ Und da ist es ja nur logisch, dass die Diplom-Psychologin Tamara Pfeiler auf der Vebu-Webseite viele kluge „Tipps und Strategien für den Umgang mit Fleischessern“ präsentiert.

Um die „häufig abwehrende oder abwertende Haltung“ fleischessender Menschen besser zu verstehen, ist es demnach „wichtig, das karnistische System in unserer Gesellschaft zu erkennen“. Angriffe von Fleischessern sollten daher einfach nicht persönlich genommen werden – die sind so konditioniert, die können gar nicht anders! Außerdem sind die ja eh nicht ganz dicht, sind doch ihre Abwehrhaltungen „häufig Ausdruck eines psychologischen Konflikts“. Folglich gilt für alle Veganer und Vegetarier: „Niemand sollte sich den Tag durch Unhöflichkeiten verderben lassen! Wichtig ist, freundlich und optimistisch zu bleiben.“

Ein toller Tipp, um Fleischessern mit der nötigen Portion Optimismus zu begegnen, ist der hier: Man nimmt sie einfach als „blockierte Vegetarier/Veganer“ wahr! Wir wissen ja schon: Die können einfach nicht anders! Blockiert wie ein Fahrstreifen auf der Autobahn oder eine Webseite in China! Einfach nichts zu machen!

Weil aber gemäß der Vebu-Logik fast jeder vegan-vegetarisch lebende Mensch ja selbst mal „blockiert“ war, also darauf konditioniert, tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier zu essen, ist es ein weiterer toller Tipp, sich an diese eigene Blockierung zu erinnern. Denn auch wenn es vielleicht nicht leicht fällt, das Verständnis für alle heute noch „Blockierten“ aufrechtzuerhalten: „Aufgrund der eigenen Erfahrung sollte es aber möglich sein, sich in ,blockierte Vegetarier/Veganer’ einzufühlen“, findet der Vebu.

Mensch, Vebu, das alles muss doch weh tun, oder? Wir vermuten fast schon: Ihr könnt gar nicht anders? Wenn wir nur wüssten, welche Tipps und Strategien sich für den Umgang mit „blockierten Fleischessern“ anbieten – wir würden sie Euch nicht vorenthalten!

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