Metallica-Frontmann James Hetfield: Jäger, Imker, Rockstar

In einem Interview verrät Metallica-Frontmann James Hetfield, warum der kalifornische Way of Life nichts mehr für ihn ist und er lieber auf dem Land lebt.

Kalifornien ist das Epizentrum guter, harter Musik. Metallica, Green Day, Slayer – all diese Bands stammen ursprünglich aus dem Ballungsraum rund um die Bucht von San Francisco. Die Menschen dort genießen neben ihrem guten Musikgeschmack den Ruf, kreativ, locker und weltoffen zu sein. Andere Erfahrungen hat jedoch James Hetfield gemacht, Frontmann der Band Metallica: Er ist vom vermeintlich toleranten Kalifornien ins ländliche Colorado gezogen. Die Gründe dafür hat er in einem Interview mit Comedian und Moderator Joe Rogan verraten.

Zum einen erklärt Hetfield den Umzug damit, dass seine Frau Francesca in Vail, Colorado aufgewachsen ist, einem Bergdorf mit 5.300 Einwohnern mitten im größten Skigebiet der USA. „Es ist ruhig, es gibt keinen verdammten Verkehr... und der Schnee beruhigt einen einfach“, erzählt der 54-Jährige. „Ich fühle mich dort wie ein Teil der Natur. Man will die ganze Zeit draußen sein.“ Doch der Umzug hatte auch noch andere Gründe, und die hatten mit den Menschen in Kalifornien zu tun.

„Ich hatte keine Lust mehr auf die Bay Area und die Einstellung der Leute, die dort leben. Sie reden ständig darüber, wie vielfältig sie sind... Es ist ja auch toll, so vielfältig zu sein wie sie.“ Aber für seine Lebensweise, etwa für seine Leidenschaft für die Jagd, hätten die Menschen dort keine Toleranz aufgebracht: „Mit einem toten Hirsch auf dem Auto herumzufahren, ist in Marin County einfach nicht cool.“ Sein eigenes Verständnis von Bio sei nicht auf der gleichen Wellenlänge mit deren Verständnis von Bio. Das elitäre, weltoffene Getue der Menschen in Kalifornien habe den Gitarristen abgeschreckt.

In Hetfields Aussagen steckt nicht nur ein Plädoyer für das Landleben, sondern auch für mehr Toleranz und Respekt zwischen Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen und Lebensweisen. „Ich respektiere Menschen, die das Blut und all das nicht wollen. Ich respektiere das, wenn sie ihr Fleisch lieber in einer netten Plastikverpackung bekommen möchten. Aber ich will der Erde so nah sein wie möglich.“

Statt sein Fleisch im Supermarkt zu kaufen, geht Hetfield lieber auf die Jagd. Auch sein eigenes Gemüse baute er selbst an und versuchte sich als Imker. Die Bay Area liegt ihm zwar immer noch am Herzen – immerhin gründete er dort 1981 die Band, die eine der erfolgreichsten der Geschichte werden würde. Doch es hat ihn trotzdem ins beschauliche Vail gezogen. „Ich mag es einfacher“, sagt er.

Seiner Imker-Leidenschaft kann der Metallica-Leadsänger in Colorado aufgrund der niedrigen Temperaturen leider nicht mehr nachgehen. Doch die Liebe dafür hat er nicht verloren: Begeistert erzählt er Joe Rogan von Bienen, Honig, Treffen mit dem Imkerverein und dass er die schmerzhafte Erfahrung machen musste, in der Nähe seiner Bienenstöcke lieber keine Bananen mehr zu essen und keine schwarze Kleidung mehr zu tragen.

James Hetfield, einer der besten Gitarristen der Welt, ist Jäger, Imker und Rockstar. Könnte er noch cooler werden?

Das ungekürzte Interview (im englischen Originalton) können Sie sich hier anschauen:

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