Nabu findet heraus: Nicht nur der Nabu liebt den Wolf

Eine angeblich repräsentative Umfrage hat jetzt hohe Sympathiewerte der Deutschen für Wölfe ermittelt. Auftraggeber war allerdings der Nabu, der mit „Wolf-Patenschaften“ Geld macht.

Wolf

Foto: Lolame

Traue keiner Umfrage, die Du nicht selbst in Auftrag gegeben hast! Mit dieser Weisheit im Hinterkopf ist wohl die folgende Nachricht zur Kenntnis zu nehmen: Eine angeblich repräsentative Forsa-Erhebung hat jetzt ergeben, dass die große Mehrheit der Bundesbürger (79 Prozent) es erfreulich findet, dass der Wolf wieder Teil der Natur in Deutschland ist. Dumm nur, dass die Befragung ausgerechnet im Auftrag des Nabu durchgeführt wurde. Und der würde sich seine „Spendenmelkkuh“ Wolf wohl niemals durch schlechte Image-Werte beschädigen lassen.

Rechtzeitig zum „Tag des Wolfes“ am 30. April veröffentlichte die Organisation die in ihrem Auftrag ermittelten Zahlen zur Gefühlslage der Deutschen. „55 Prozent verbinden mit dem Wolf positive Gefühle, bei nur zwölf Prozent kommen negative Empfindungen zum Tragen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem hätten 78 Prozent der Befragten gesagt, „dass Wölfe in Deutschland leben können sollen, auch falls es teilweise zu Problemen käme“. Bei der hohen Zustimmung zum Wolf gab es dem Nabu zufolge keinen Unterschied zwischen Bewohnern im städtischen Umfeld und im ländlichen Raum.

„Die Menschen in Deutschland stehen der Anwesenheit des Wolfes nach wie vor positiv gegenüber“, freute sich Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Auch wenn es von Teilen der Politik, der Bauern- und Jagdlobby immer wieder Stimmungsmache gegen den Wolf gibt, bleibt das Klima für den Wolf 18 Jahre nach seiner Rückkehr gut.“ Der Nabu verurteile die Forderungen des Deutschen Jagdverbandes nach Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdrecht (wir berichteten) als fachlich nicht zielführend und als „unnötige Befeuerung einer immer wieder aufgewärmten Scheindebatte“. 

Wenn die Nabu-Verantwortlichen die Rückkehr des Wolfes auf Basis der Umfrageergebnisse als eine „Erfolgsgeschichte“ bezeichnen, dürften sie in erster Linie auch an sich selbst denken. Generiert die Organisation doch mit Isegrims Hilfe jede Menge Spenden der wolfsvernarrten Deutschen. Wer etwa dafür sorgen will, „dass der Wolf in Deutschland wieder sicher leben kann“, und sich entschließt, offizieller „Wolf-Pate“ des Nabu zu werden, kann ab einem Monatsbeitrag von acht Euro aufwärts „ganz nah“ dran sein an der „Wolfsarbeit“ der Organisation. Zur Begrüßung gibt es auch richtig was fürs Geld: eine „persönliche Patenurkunde“, ein „schönes Poster“ und „viele Informationen rund um den Wolf“. Auf dass seine Beliebtheitswerte kräftig weiter steigen ...

Einen umfangreichen Überblick über das Thema Wolf finden Sie auch hier in unserem Wolfsticker: Hier klicken!

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