Österreich: Mediale Hetzjagd gegen Jäger

In Österreich sorgt das Foto von elf toten Wildschwein-Föten für Aufregung. Veröffentlicht hat es Österreichs bekanntester Jagdgegner Martin Balluch. Ein gefundenes Fressen für die Medien.

Totes Wildschwein

Symbolbild

Wahr ist, auch in Österreich: Schonzeiten gibt es in der Praxis nur noch für führende Bachen, also Muttertiere, die ihren Nachwuchs bereits gefrischt, also geboren haben. Die Methode der Drückjagd wird – nicht nur in Deutschland – von Behörden und nicht wenigen Politikern als Mittel der Wahl gepredigt. Weil die Beunruhigung der Wildtiere damit auf ein Minimum beschränkt werde.

Wahr ist aber ebenso: Der jüngste Fall aus dem Burgenland offenbart auch die Schattenseite solcher kompromisslos auf Reduktion ausgerichteten Bewegungsjagden. Selektive Abschüsse sind im Vergleich zur Ansitzjagd deutlich erschwert. Wer will es einem Jäger zum Vorwurf machen, wenn er nicht binnen weniger Sekunden erkannt hat, dass ein Schwein trächtig ist.

Für Nichtjäger: Noch vor wenigen Jahren gab es im Januar praktisch keine tragenden Wildschweine. Erst Klimawandel und (Energie-)Maisanbau veränderten die Lebensbedingungen so, dass sich Sauen mittlerweile vielerorts rund ums Jahr fortpflanzen. Darüber ist aber in der aktuellen Kampagne gegen den Erleger und den Revierinhaber nichts zu hören.

Das Foto von der Gebärmutter mit den elf noch blinden und nackten Föten sorgt dennoch dafür, dass die Emotionen hochkochen. Verbreitet hat es Österreichs bekanntester Tierrechte-Aktivist: der promovierte Physiker und Philosoph Martin Balluch vom „Verein gegen Tierfabriken“.

Balluch fordert jetzt mal wieder den völligen Verzicht auf Drückjagden. Dass er die Jagd am liebsten völlig abschaffen will, ist bekannt. Wie sein kompromissloser Einsatz für Tierrechte – bis hin zur Forderung nach Bürgerrechten und einer Krankenversicherung für Affen und anderes Getier. Nachdem der Mann vom Vorwurf, einer kriminellen (Tierrechtler-)Vereinigung anzugehören, freigesprochen wurde, forderte er vergeblich 600.000 Euro Haftentschädigung.

Zweifel an Echtheit des Bildes – keine nachvollziehbare Quelle angegeben

Erste Jäger-Reaktionen auf Balluchs jüngsten Fall reichen bis hin zu Spekulationen, dass es sich bei den Föten auf dem Aufreger-Foto um Hausschweine handeln könnte. Trotz Neuschnees ist am Aufreger-Aufbruch kaum Blut zu sehen – eher unüblich, sollte das Wildschwein wirklich vor Ort ausgenommen worden sein. Übrigens: Eine nachprüfbare Quelle des Bildes gibt es auch nicht. Nur die einseitige Anschuldigung des Tierrechtlers, der seinen Lieblingsfeind Mensdorff-Pouilly mit dem Posting indirekt verantwortlich macht.

Zweifelhaft und journalistisch äußerst fragwürdig präsentieren sich auch Österreichs Medien, die den Fall aufnehmen, nicht hinterfragen und mit zum Teil reißerischen Anti-Jagd-Überschriften verbreiten.

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