Sogar Grünen treibt’s Peta zu bunt

Die Krawall-Tierschützer haben ausgerechnet niedersächsische Landwirte im Visier, die sich für eine artgerechtere Haltung einsetzen.

Stall

Foto: PIRO4D

Jagdszenen aus Niedersachsen: Peta-Aktivisten verbreiten mit nächtlichen Stall-Einbrüchen Angst und Schrecken. Aktuell ausgerechnet bei den Landwirten, die sich um eine bessere Tierhaltung bemühen. Sogar der Landwirtschaftsminister von den Grünen findet die Aktionen der Tierrechtler voll daneben.

Wer glaubt, dass der Pranger seit dem Mittelalter ausgedient hat und Hexenjagden längst Geschichte sind, wird in Niedersachsen eines Besseren belehrt: Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) berichtet über die Ängste der Landwirte vor den nächtlichen Überfällen, bei denen offenbar eng mit Peta verbandelte Störenfriede auf der Jagd nach Schock-Bildern in die Stallungen eindringen.

An sich nichts Neues. Aber nun haben die Krawall-Tierschützer ausgerechnet jene Landwirte im Visier, die sich um mehr Tierschutz bemühen, etwa durch den Bau von Ställen, die eine artgerechtere Haltung ermöglichen. Dass es auch in solchen Betrieben mal angeknabberte Schwänzchen zu sehen gibt, liegt in der Natur der Sache. Auch in freier Wildbahn gehen Sauen – wie fast alle Tierarten – nicht gerade zimperlich miteinander um. Bis hin zum Kannibalismus.

In Wahrheit geht es Peta ja auch nicht um bessere Haltungsbedingungen. Sondern darum, dass alle Menschen Veganer werden. Dazu dienen auch die in Massenmedien verbreiteten Fotos, die den Verbrauchern den Appetit verderben sollen – und oft zweifelhaften Ursprungs sind.

Das Gute an der niedersächsischen Hexenjagd: Offenbar wird das Treiben der Tierrechtler sogar Politikern zu bunt, die Peta & Co. bisher zu ihren natürlichen Verbündeten zählten. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer von den Grünen kommentiert in der NOZ: „Die Kontrolle von tierhaltenden Betrieben ist Sache des Staates und nicht von jedermann.“

Der Minister spricht sogar einen Verdacht offen an, den viele Landwirte nicht laut äußern. Mit „manipulierten und einseitigen Filmaufnahmen“ erweise die Tierrechtsbewegung ihrem Anliegen einen „Bärendienst“, weil sie ausgerechnet Betriebe anprangere, die sich für mehr Tierwohl einsetzen.

Klar ist auch: Es geht um dieselben „Tierfreunde“, die lauthals protestieren, wenn Tierhalter Fotos von Schafen und Rindern ins Internet stellen, die von Wölfen grausamst zugerichtet wurden. Dass Plattformen wie Facebook hier längst mit zweierlei Maß messen, zeigt auch, wie verlogen die Meinungsmache funktioniert: Bei einer Umfrage unter 300 Verbrauchern fand eine Mehrheit die Grusel-Kampagnen gut.

Kaum verwunderlich: Beifall für die Hetze gibt’s auch aus der Nabu-Zentrale, die sich zunehmend in der Rolle des Peta-Mutterhauses gefällt und es den Ehrenamtlichen vor Ort überlässt, die dort meist gute Zusammenarbeit mit den Landwirten zu retten.

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