Tierischer Silvesterstress

Der Jahreswechsel und das ganze Drumherum strengen nicht nur uns an, besonders für Vierbeiner kann Silvester Stress pur bedeuten!

Feuerwerk

Foto: Daniel Mayovskiy / Unsplash

Krachende Böller und in den dunklen Sternenhimmel steigende Raketen gehören zu Silvester einfach dazu. Das neue Jahr will gebührend eingeläutet werden. Bei so manchem Haus- wie auch Wildtier kann die Knallerei allerdings zu einer gefährlichen Reaktion führen.

Viele Tierarten, wie Hund und Katze, aber auch die heimischen Wildarten Reh oder Rotwild, besitzen ein empfindliches Gehör. Der Lärm, der von Feuerwerk ausgeht,  schreckt nicht nur uns, sondern auch sie auf. Die gewohnte, im Winter unbedingt notwendige Ruhe ist donnerschlagartig dahin. Auch die unnatürlichen Lichtblitze der Silvesterraketen mitten in der Nacht sind für die Tiere ungewohnt und können als Bedrohung wahrgenommen werden. Stress und Panikreaktionen zehren an den sowieso schon knappen Energievorräten. Das Spektakel um Mitternacht kann mitunter sogar lebensgefährlich für Mensch und Tier werden, wenn aufgeschreckte Wildtiere über Straßen wechseln und mit Autos kollidieren.

Daher sollten zum Beispiel in der Nähe von Wäldern, in großen Parks oder in Schutzgebieten keine Böller oder Raketen gezündet werden. In so manchem Naturschutzgebiet ist dies sogar ausdrücklich verboten, dauert es doch manchmal Wochen, bis sich Wildtiere wieder an ihr normales Verhalten gewöhnt haben.

Panikreaktionen zeigen aber nicht nur Wildtiere. Auch Weidetiere wie Pferde oder Kühe können außer Kontrolle geraten, aus ihren umzäunten Wiesen ausbrechen und so Unfälle verursachen. Von in Zoos gehaltenen Gorillas ist sogar bekannt, dass diese mit zu den größten „Angsthasen“ gehören und auf die Silvesterknallerei etwa mit Durchfall reagieren. Vorsorglich werden ihnen vielerorts Beruhigungstees verabreicht, um das Schlimmste zu vermeiden.

Auch Hunde und Katzen zeigen des Öfteren fast schon neurotische Reaktionen auf das menschliche Spektakel in der Silvesternacht. Manche reagieren sogar extrem panisch auf Böller und Raketen. Experten raten daher, Haustiere nicht alleine zu lassen und Fenster sowie Rollläden und Türen geschlossen zu halten, um die Lautstärke des Feuerwerks zu dämpfen. Hundehaltern wird geraten, einen ausgedehnten Spaziergang mit dem Hund zu machen, noch bevor das Böllern beginnt. Größere Spaziergänge zu Problemzeiten sollten vermieden und der Hund an der Leine geführt werden, um ein plötzliches Weglaufen zu verhindern.

So schön das alljährliche Feuerwerk anzusehen ist, für Haus- und Wildtiere ist die Freude über das neue Jahr meist gering.

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