Tierrechtler-Reklame kommt schlecht an

Versicherungskonzern unter Druck: Bauern und Jäger protestieren gegen die Schützenhilfe der DEVK für Stalleinbrecher.

Schweine im Stall

Symbolbild: StockSnap

Shitstorm mal andersrum: Die DEVK-Versicherung erlebt gerade eine Protestwelle aus der Landwirtschaft und auch von Jägern. Das Unternehmen hat seine Plattform den Spendensammlern der Tierbefreier-Organisation Animal Equality überlassen.

Dumm nur, dass der Versicherer auch Bauern und Jäger umwirbt. Die sind jetzt sauer. Nicht weil das Unternehmen den Tierschutz fördern will, sondern weil es dazu ausgerechnet eine Organisation unterstützt, deren Methoden wie Stall-Einbrüche höchst umstritten sind.

Ausgelöst hat den Protest-Sturm das Landwirtschaftsmagazin „Agrarheute“. Dort fragten die Redakteure, ob die DEVK mit der Aktion auch bei der Finanzierung von Tierrechtler-Einbrüchen in Stallungen finanzieren hilft. Auf solche Events ist Animal Equality nach eigenem Bekunden spezialisiert.

Die Versicherung reagierte mit einer windelweichen Erklärung: "Es tut uns sehr leid, dass sich viele Menschen durch unseren Post zu Animal Equaliy angegriffen fühlen. Es geht uns auf keinen Fall darum, die Landwirtschaft oder Tierhaltung im Allgemeinen anzugreifen. Dennoch sind Missstände in der Massentierhaltung in manchen Betrieben ein Problem. Unser Post soll Leute für dieses Thema sensibilisieren. Dabei distanzieren wir uns ausdrücklich von kriminellen Handlungen.“

Die Texte auf der Spendensammel-Plattform, die das Unternehmen auch anderen Hilfsorgansiationen zur Verfügung stellt, kämen „direkt von Animal Equality und nicht von uns“, heißt es weiter. Und: „Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und wir hoffen auf eine bessere Zukunft für Landwirte und Tiere.“

Ob das Bauern und Jäger versöhnen wird, ist eine spannende Frage für die nächsten Tage. Es könnte auch wie in Schweden kommen: Dort haben die größte Gartenmarkt-Kette und ein großer Versicherer die Unterstützung des Tierrechtler-Vereins „Djurens Rätt“ schleunigst eingestellt, als klar wurde, dass die Stammkundschaft solche Hilfsaktionen gar nicht gut findet (wir berichteten). 

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