Buntzecke überträgt Hundemalaria

Auwaldzecke auf dem Vormarsch: Herrchen und Frauchen sind zur Vorsicht aufgerufen.

Hund im Wald

Foto: Cri92

Zecken treten immer dann vermehrt auf, wenn die Temperaturen im Frühjahr feucht-warm und im Winter besonders mild sind. Auch in diesem Jahr gibt es besonders viele Exemplare. Pünktlich zum Beginn der Urlaubszeit weist die Freie Universität Berlin auf die Gefahren hin, die von einer relativ unbekannten Zeckenart ausgehen. Die sogenannte Auwaldzecke ist etwas größer als etwa der Holzbock. Statt des rot-braunen Hinterleibs hat sie einen grauen und marmorierten Körper.

Die Auwaldzecke überträgt die sogenannten Babesien, einzellige Parasiten. Diese können vor allem für Hunde gefährlich werden, denn sie befällt die roten Blutkörperchen, in welchen sie sich fortpflanzt und somit die Blutzelle schließlich zerstört. Die Infektionskrankheit, Babesiose, wird auch als Hundemalaria bezeichnet, weil die Symptome ähnlich ausfallen wie bei der bekannten Tropenkrankheit, wie die Frankfurter Neue Presse berichtet.  Die Symptome der Babesiose sind zunächst Apathie und Fieber, gefolgt von Schwäche und einer Dunkelfärbung des Urins. Auch eine Gelbfärbung der Schleimhäute ist möglich. Wird der Hund nicht behandelt, kann die Babesiose innerhalb von zehn Tagen zum Tod durch Blutarmut oder Nierenversagen führen.

Die Zeckenart kommt mittlerweile nicht nur in Auwäldern und Mooren vor, sondern auch an den Zuflüssen des Oberrheins rund um Freiburg und Karlsruhe, in Hessen, Brandenburg sowie im den Großräumen Regensburg und München. Um den Hund vor dem Parasiten zu schützen, helfen gängige Zeckenmittel – wie Halsbänder oder Tabletten – und das regelmäßige Absuchen des Tieres.

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