„Inbegriff der Institution“: Prüfung und Praxis perfekt kombiniert

Verbandsschweißprüfung Bergisches Land

Fotos: R. Görgens

Als „Inbegriff der Institution“ bezeichnete der bekannte Buchautor, Waid-, Forst- und Rüdemann Uwe Tabel in seinem Geleitwort zur Chronik der Bergischen Arbeitsgemeinschaft Schweiß, erstellt im Herbst 2015, die Verbandsschweißprüfung (VSwP) „Bergisches Land“ – weil sie in vorbildlicher Weise dem durch die Prüfungsordnung des JGHV vorgegebenen, hohen Anspruch gerecht wird.

In diesem Jahr ist der Jagdgebrauchshundeverein (JGV) „Bergisches Land“ e.V. als einer der acht Mitgliedsvereine der Arbeitsgemeinschaft Schweiß „Bergisches Land“ mit der Ausrichtung der 36. Verbandsschweißprüfung (VSwP) „Bergisches Land“ am 27. August beauftragt. Es handelt sich hierbei um eine Verbandsschweißprüfung, die zu den vier bekanntesten und anspruchsvollsten dieser Art in Deutschland zählt – worauf auch alle acht Mitgliedsvereine stolz sein können. Denn diese Prüfung ist nicht in erster Linie für die Aufwertung der Hunde geschaffen, sondern für den Einstieg in die Praxis der Nachsuchen.

Bereits im Jahre 1979 erkannten passionierte und weitsichtige Waid- und Rüdemänner die Notwendigkeit, eine auf einem möglichst hohen Niveaus stehende, überregionale VSwP zu etablieren. So bildeten die Herren H. J. Graf Beissel von Gymnich, Hans Hansen, Uwe Tabel, Winfried Graf Wolff-Metternich und Helmut Mayen den Kreis zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft „Schweiß“ der Rheinischen Jagdgebrauchshund- und Zuchtvereine – aus dem dringenden Wunsch für die Praxis, gemeinsam qualifizierte Gespanne „Hund und Führer für die rauhe Praxis“ zur Verfügung zu stellen. Im Jahre 1980 wurde der Unternehmer und Wildmeister Walter Stein aus Engelskirchen von Herrn Mayen gebeten, die Gründung des Leistungszentrums „Schweiß Bergisches Land“ der späteren „Bergischen Arbeitsgemeinschaft Schweiß“ in die Hände zu nehmen. Über Stein schreibt der bekannte Buchautor, Waidmann und Schweißhundeführer Bernd Krewer in einem weiteren Geleitwort zur Chronik: „Ein Name aber zieht sich wie ein roter Faden durch die Zeit, in der die Arbeitsgemeinschaft jetzt besteht: Walter Stein. Ohne ihn, ohne sein ideelles und materielles Engagement ist die ARGE nicht vorstellbar. Ihm müsste die ARGE eigentlich ein Denkmal setzen!“

Um aber der Praxis gerecht zu werden, stellt bekanntlich auch die Prüfungsordnung des JGHV unter anderem entsprechende Bedingungen an die Prüfungsreviere – wie sie auch hervorragend in den wildreichen Revieren um Engelskirchen (mit den vier Schalenwildarten von Dam-, Muffel-, Schwarz- und Rehwild) gegeben sind. Nach der Prüfungsordnung müssen Verleitfährten von gesundem Wild vorkommen, denn das Wild wechselt natürlich über die künstliche Fährte. Der zuverlässig arbeitende Hund darf diesen sogenannten Verleitfährten möglichst aber nicht folgen, denn schließlich wurde die VSwP nicht in erster Linie für die Aufwertung des Hundes geschaffen, sondern für den Einstieg in die Praxis der Nachsuchen.

Möge es der Arbeitsgemeinschaft Schweiß „Bergisches Land“ daher auch in der Zukunft gelingen, Prüfung und Praxis zu kombinieren und erfolgreiche Führer zu motivieren, sich und ihre Hunde für die praktische Nachsuchenarbeit zur Verfügung zu stellen.

Auf www.jgv-oberberg.de gibt es weitere Informationen.

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