Sieben Hunde-Tipps bei Sommerhitze

Gerade Jagdhunde sind hoher körperlicher Belastung ausgesetzt. Kommt dann auch noch Sommerhitze dazu, sollten Sie einiges beachten.

Hund mit Gartenschlauch

Foto: sevenpixx

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad: Das aktuelle Sommerwetter lädt zum Eisessen, Sonnenbaden und zu ausgedehnten Outdoor-Aktivitäten ein. Mit dabei ist natürlich der Vierbeiner. Obgleich im Augenblick viele Tierarten Schonzeit haben, sind auch Jagdhunde gut beschäftigt: In der Brut- und Setzzeit nutzen viele Jäger ihre Jagdhunde dazu, Rehkitze vor der Wiesenmahd aufzuspüren und zu verscheuchen (wir berichteten).

Sowohl Jagd- als auch Haushunde sind bei den steigenden Temperaturen einer höheren Belastung ausgesetzt. Daher finden Sie hier sieben nützliche Tipps, mit denen Sie Ihrem Vierbeiner bei Sommerhitze das Leben etwas leichter machen!

1. Genug Trinkwasser

Es klingt wie eine Selbstverständlichkeit, trotzdem muss genügend frisches Trinkwasser in dieser Top-Sieben ganz oben stehen. Zuhause sollten Vierbeiner ohnehin den ganzen Tag Zugang zu frischem Wasser haben. Doch auch unterwegs ist eine regelmäßige Wasseraufnahme wichtig: Alle ein bis zwei Stunden sollte der Hund die Möglichkeit haben, zu trinken. Dazu eignen sich besonders mobile Hunde-Trinkflaschen, wie sie in Heimtier- oder gut sortierten Supermärkten erhältlich sind.

2. Schwimmen

Hund apportiert im Wasser

Foto: Alexas_Fotos

Egal ob Teich, Bach, Meer oder Pool: Ein Bad ist an heißen Tagen für viele Hunde eine willkommene Abkühlung. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Hund ein begeisterter Schwimmer ist oder nicht – oft reicht es schon, wenn die Pfoten im Wasser stehen. Eine Wasserschlacht mit dem Gartenschlauch macht nicht nur dem Hund Spaß. Für besonders schwimmfreudige Hunde eignen sich auch Apportier-Übungen im Wasser. Diese schulen die Koordination und sorgen für Erfrischung und Beschäftigung. Allerdings sollte ein Hund auch nicht ins Wasser gezwungen werden. Zwar kann jeder gesunde Hund von Geburt an schwimmen – manch einem Vierbeiner ist es aber bereits zu viel, wenn das Wasser nur seine Pfoten berührt. Hier ist also ein behutsames Heranführen ans kühle Nass gefragt.

Besondere Vorsicht ist beim Baden in fließenden oder steil abfallenden Gewässern geboten. Orte, an denen die Hunde nicht selbstständig aus dem Wasser können, sollten gemieden werden. Gerade bei Welpen und jungen Hunden besteht die Gefahr, dass sie sich beim Schwimmen überschätzen, weshalb es sinnvoll sein kann, dass der Hund erst nach der ausdrücklichen Erlaubnis ins Wasser darf. Zudem sollte bei Hunden mit einem verstärkten Jagdtrieb darauf geachtet werden, dass sie Wasservögel und andere Wildtiere nicht stören.

3. Das richtige Füttern

Wenn das heiße Wetter dem Vierbeiner merklich zu schaffen macht, kann es helfen, ihn anders zu füttern als üblich. Anstelle großer Mahlzeiten können kleinere Futterrationen gegeben werden; diese strengen den Körper weniger an.

4. Kühle Snacks

Ergänzend zum üblichen Nass- oder Trockenfutter können dem Hund erfrischende Snacks angeboten werden. Manche Heimtiermärkte und Eisdielen bieten mittlerweile sogar Hunde-Eis an. Wer ein solches Angebot nicht in der Nähe hat oder einfach gerne wissen möchte, was drin ist, kann kühle Snacks auch zuhause zubereiten.

Ein leckeres Bananeneis können Sie aus zwei Esslöffeln Quark, einem Schuss Pflanzenöl, einem Teelöffel Honig und einer kleinen, reifen Banane herstellen. Einfach die Banane mit einer Gabel zerdrücken, mit Quark, Öl und Honig glattrühren und in Muffin-Förmchen oder im Eiswürfelbereiter einfrieren.

Als Grundlage für einen fleischigen oder fischigen Snack eignen sich Naturjoghurt oder körniger Frischkäse. Nach Belieben können auch hier ein kleiner Schuss Öl, gekochtes Hühnchen, ein bis zwei Esslöffel Leberwurst oder Thunfisch hinzugefügt werden. Eine besondere Erfrischung ist außerdem ein Eis aus Wassermelone und Naturjoghurt; gehaltvoller wird es, wenn Haferflocken hinzugefügt werden.

Wichtig: Die Eis-Snacks sollten nicht zu oft gegeben werden und können das Alleinfutter nicht ersetzen. Als Leckerli oder Belohnung sind sie aber eine gesunde und schmackhafte Abwechslung für den Vierbeiner! Um ein Verschlucken zu verhindern, sollte der Hund beim Verspeisen nicht alleingelassen werden. Ein gefülltes und gekühltes Spielzeug, zum Beispiel ein Kong, kann dem Hund hingegen auch ohne Aufsicht gegeben werden – hier muss der Hund mehr arbeiten und ist beschäftigt.

5. Outdoor-Aktivitäten richtig gestalten

Hund und Herrchen

Foto: Unsplash

Kleine, gemeinsame Wanderungen in der Natur sind bei Sommerwetter eine Wohltat für Hund und Mensch. Im Wald und auf den Bergen ist es meist auch im Sommer angenehm kühl. Allerdings sollte man bedenken, dass die Sonneneinstrahlung im Gebirge um einiges stärker ist. Wenn es zu heiß ist, sind körperlich anstrengende Outdoor-Aktivitäten eher zu vermeiden: Wie beim Menschen ist die Belastung für das Herz-Kreislauf-System sehr hoch, insbesondere bei Langhaar-Rassen, sehr jungen und alten Hunden sowie Hunden mit dunklem Fell.

Der Untergrund beim Gassi-Gehen ist ebenfalls ein Faktor, den man bei warmen Temperaturen beachten sollte. Heiße Pflastersteine, Asphaltstraßen oder freie Felder ohne Schatten sind für Spaziergänge weniger geeignet – stattdessen sollte man sich mit dem Hund eher auf schattigen Waldwegen oder in Parks bewegen. Anstelle ausgedehnter Gassi-Runden sind kleinere Spaziergänge abseits der Mittagszeit an der Tagesordnung.

Ebenso sollte die Beschäftigung des Jagdhundes, wenn möglich, in die Morgen- bzw. Abendstunden verlegt werden. Regelmäßige Verschnauf- und Trinkpausen im Schatten sind unverzichtbar.

6. Die richtige Fellpflege

Insbesondere bei Langhaarhunden kann ein kürzerer Sommerhaarschnitt vom Hundefriseur helfen, damit sie nicht zu sehr unter heißen Temperaturen leiden. Jedoch ist von radikalem Scheren definitiv abzuraten. Besser ist es, regelmäßig das Fell auszubürsten, damit mehr Luft an die Haut kommt. Bei dickem Fell verschafft auch das Ausdünnen der Unterwolle Erleichterung. Hat man sich für eine neue Frisur entschieden, gilt verstärkt das, was bei heißem Wetter ohnehin geboten ist: Um einem Sonnenbrand und Überhitzung vorzubeugen, sollte sich der Hund vorwiegend im Schatten aufhalten.

7. Warnsignale

Starke Hitze macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern auch unseren Vierbeinern. Hunde können sich jedoch anders als wir nur über das Hecheln und ihre Pfoten abkühlen. Starkes Hecheln ist daher ein erstes Anzeichen, dass der Hund Gefahr läuft, einen Hitzekollaps zu erleiden. Bereits bei Temperaturen von über 28 Grad kommt ein gesunder Hund an seine Grenzen, die Körpertemperatur noch selbstständig zu regulieren. Eine dunkelrot gefärbte Zunge, extremes Hecheln mit gestrecktem Hals und ein glasiger Blick sind deutliche Warnsignale; so weit sollte man es mit den oben genannten Tipps gar nicht erst kommen lassen.

Dass der Hund bei heißem Sommerwetter nicht im Auto zurückgelassen werden sollte, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Dennoch sind sich viele Hundehalter der Folgen nicht bewusst – mehr Infos zum Thema finden Sie hier!

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