Unsere Jagdhunde (V): Wissenswertes über Zecken

Zecke

Mit der warmen Jahreszeit beginnt auch die Zeit der Zecken. Die Parasiten sind dabei nicht nur lästig, sondern können gleichzeitig gefährliche Krankheiten wie Borreliose übertragen. Sie leben vorwiegend in Gräsern und Büschen und lauern in einer Höhe von bis zu anderthalb Metern auf ihren Wirt. Läuft ein Hund durch das Gras, wird die Zecke abgestreift, setzt sich auf eine dünne Hautpartie und saugt sich fest. Die richtige Vorbeugung und eine gründliche Nachsorge können das Risiko einer Erkrankung bei Hunden vermindern.

Zecken übertragen verschiedene Erreger, die Hunde infizieren können und sie erkranken lassen. Die Gefahr eines Zeckenbisses und die späteren Folgen werden jedoch unterschätzt, denn jede Zecke ist potenziell gefährlich. Die sogenannte Lyme-Borreliose ist vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) die häufigste Erkrankung bei Hunden, ausgelöst durch einen Zeckenbiss. In aufwendigen Bluttests wurde festgestellt, dass je nach Region zwischen 1,9 und 10,3 Prozent der Vierbeiner positiv auf Borreliose getestet wurden. Dabei erschwert die hohe Dunkelziffer eine genaue Erfassung der Daten. Viele Hunde werden gar nicht erst zum Tierarzt gebracht oder die Infektion wird dort nicht als solche identifiziert.

Der Krankheitsverlauf einer Borreliose beginnt mit vorübergehend unspezifischen Symptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Fressunlust oder kurz anhaltender Lahmheit. Die Erreger rufen Entzündungen in den Gelenken der Tiere hervor, sodass sie abwechselnd an den Vorder- und Hinterläufen lahmen können und Probleme beim Aufstehen zeigen. Doch die Infektion kann auch langfristige Auswirkungen haben. Wellenartige Episoden der Krankheit treten auf und der treue Jagdbegleiter und sein Wesen verändern sich.

Wird die Erkrankung zügig diagnostiziert, verbessert sich in der Regel der Zustand des Hundes durch die Gabe von Antibiotika. Bei einem schleichenden Krankheitsverlauf ist es oft schwierig, sie unter Kontrolle zu bekommen, und weitere Organe wie Nieren oder das Nervensystem können befallen werden.

Um seinen Vierbeiner vor Zeckenbissen und späteren Erkrankungen zu schützen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen ist dies eine Borreliose-Impfung für den Hund. Anders als der Mensch können Hunde gegen Borreliose geimpft werden. Der geimpfte Hund bildet Abwehrstoffe – sogenannte Antikörper – gegen die Erreger. Es ist allerdings wichtig, um den Antikörperspiegel ausreichend hoch zu halten, die Impfung jährlich aufzufrischen.

Aber auch wirksame Präparate gegen Parasiten wie Halsbänder, Kauwürfel, Spray oder Tropfen können einen Schutz gegen Zecken bieten. Hierbei sollte unbedingt die Wirkdauer beachtet und der Schutz regelmäßig angewendet werden. Der einfachste Weg ist es, den Hund nach dem Spaziergang gründlich nach Zecken abzusuchen und mit einem Flohkamm durch das Fell zu streichen. So können Zecken, die sich ins Fell gesetzt haben, sofort wieder entfernt werden.

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