Unsere Jagdhunde (XVI): Der Beagle als Jagd- und Familienhund

Der Beagle ist mit seiner feinen Nase und seinem ausgeprägten Jagdtrieb ein perfekter Begleiter auf Wald und Flur.

Jagdhund Beagle

Foto: anitahidal0

Der eindeutige Ursprung des Beagles ist unklar. So behaupten manche, er käme aus dem alten Rom, andere gehen von einer Verbreitung zu Zeiten des Hundertjährigen Krieges aus. Bereits aus der Zeit um 1400 vor Christus sind Darstellungen von brackenartigen Hunden bekannt. Ihre Merkmale sind Hängeohren und lustig getragene Ruten. Immer wieder wurde während der folgenden Jahrhunderte von diesen Hunden berichtet. Sie wurden für die Hasenjagd zu Fuß eingesetzt.

„Von Frankreich aus gelangten die Bracken mit den Normannen nach England. Ende des 15. Jahrhunderts tauchte dort erstmals der Name ‚Beagle‘ als Sammelbegriff für den kleinen, lauten Meutehund auf“, erklärt Christian Camacho Schween, stellvertretender Vorsitzender des Beagle Clubs Deutschland e.V.

Bereits im 16. Jahrhundert war die Rasse in ganz Großbritannien vertreten und stellte ihre Fähigkeiten bei der Treibjagd unter Beweis. Der Beagle ist als Jagdhund und Familienhund bekannt. Zuallererst kommt ihm die Bedeutung eines ausgezeichneten Jägers zu, da er mit seiner exzellenten Nase und seinem Instinkt kein Wild entkommen lässt. Wegen seiner robusten Art ist er sehr wendig, schnell und ausdauernd. Überraschenderweise kann der Beagle trotz seiner Eigenschaften als Funktionshund ein umgänglicher Familienhund sein, der sich gut anpasst, aber auch eine gute Erziehung benötigt. Denn sein Jagdtrieb erfordert viel Auslauf und Energie.

Seine kräftige Statur und seine kompakte Größe sowie die kurzen, muskulösen Beine sind hervorragende Merkmale für einen Jagdhund. Das kurz anliegende Fell ist meist zweifarbig und variiert von braun-weiß über rot-weiß bis hin zu dreifarbigen Varianten. Beagles werden am Widerrist zwischen 33 und 40 Zentimetern groß und können bis zu 18 Kilogramm wiegen. Sie besitzen für die Beutejagd ein effektives Scherengebiss mit kräftigen Kiefern.

„Der Beagle lässt sich als fröhlich und bewegungsfreudig beschreiben und ist im Wesentlichen ein liebenswürdiger und aufgeweckter Hund“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Beagle Clubs. Bei der Jagd beweist er seine Zielstrebigkeit, macht jedoch sonst keine Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit. Beagles wurden bis ins 20. Jahrhundert vornehmlich für die Jagd in der Meute ausgebildet, sodass sie dazu neigen, übermäßig zu fressen. Ferner benötigen Meutehunde die Gesellschaft anderer Hunde oder vertrauter Menschen.

Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite des Beagle Clubs Deutschland.

Zu den ersten Teilen unserer Jagdhundeserie gelangen Sie hier:
Unsere Jagdhunde: (
XV): Ein kastanienbraunes Temperamentsbündel – Der Irish Setter
Unsere Jagdhunde (XIV): Der Hannoversche Schweißhund
Unsere Jagdhunde (XIII): Versicherung für Vierbeiner
Unsere Jagdhunde (XII): Der Deutsch Kurzhaar

Unsere Jagdhunde (XI): Ambitionierter Apportierhund – der Labrador Retriever
Unsere Jagdhunde (X): Der Jämthund – das schwedische Kraftpaket
Unsere Jagdhunde (IX): Dackel, Teckel, Dachshund – ein verlässlicher Jagdbegleiter
Unsere Jagdhunde (VIII): Die Schweizer Laufhunde - Vier auf einen Streich
Unsere Jagdhunde (VII): Der kleine Münsterländer
Unsere Jagdhunde (VI): Ideal für Jagd und Familie – der Cocker Spaniel
Unsere Jagdhunde (V): Wissenswertes über Zecken
Unsere Jagdhunde (IV): Der Pointer – Sprinter mit Spürnase!
Unsere Jagdhunde (III): Die Alpenländische Dachsbracke
Unsere Jagdhunde (II): Magyar Vizslas – Majestätische Vierbeiner
Unsere Jagdhunde (I): Vom Welpen zum Waidmannsheilbringer

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