Immer mehr Auerhühner – Schutzprogramm zeigt Erfolge

Majestätische Vögel erobern den Wald. Förster und Naturschützer arbeiten gemeinsam, um Auerhühner zu schützen und sie vor dem Aussterben zu retten. Die Anstrengungen zeigen erste Erfolge.

ThüringenForst wildert Auerhenne aus

Foto: ThüringenForst / Dr. Horst Sprossmann

Auerhühner sind nach wie vor sehr selten und stark bedroht. Seit einigen Jahren kümmert sich die Thüringer Forstverwaltung mit einer Aufzuchtstation um die scheuen Waldbewohner. Zum ersten Mal seit langer Zeit brüten die Tiere jetzt nachweißlich auch in Freiheit, berichtet ThüringenForst in einer Pressemitteilung. Trotzdem wurden im August zusätzlich noch Jungtiere ausgewildert. Insgesamt 20 junge Auerhühner seien im thüringischen Gehren und bei Neuhaus in die Freiheit entlassen worden, um die Population in der Natur weiter zu stabilisieren. Man sei stolz, dass sich der Restbestand von unter einem Dutzend Auerhühner mittlerweile mehr als verdreifacht habe.

Der seltene Waldbewohner ist in Thüringen fast ausgestorben, von ehemals mehreren Hundert Tieren blieben nur noch wenige übrig. Als „Charaktervogel Thüringens“ verdiene diese Tierart allerdings einen besonderen Schutz, betont Vorstandsmitglied Volker Gebhardt. In der betriebseigenen Aufzuchtstation kümmerten sich Experten um die Jungtiere und entließen sie nach und nach in die Freiheit.

Lange Zeit litt die Vogelart unter schlechten Lebensbedingungen. Saurer Regen, häufige Störungen und hohe Wildbestände ließen die Population fast erlöschen. Über die Ausweisung von Schutzgebieten hinaus, reagierte die Forstverwaltung mit der Verbesserung der Lebensraumqualität und der Bekämpfung natürlicher Feinde des Auerhuhns. Ähnliche Anstrengungen wurden zuvor auch schon beim Haselhuhn unternommen. Mittlerweile wurde das ebenso scheue Waldhuhn im Thüringer Frankenwald wieder erfolgreich angesiedelt (wir berichteten).

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