Jäger schaffen neuen Lebensraum für Wildtiere

Im thüringischen Herbsleben bepflanzen Jäger ein Naturschutzgebiet als Deckungs- und Nistplatz für Wildtiere neu.

Reh auf Wildacker

Foto: Dieter Hopf

Ein bekanntes Problem: zahlreiche Tierarten finden immer weniger Rückzugsorte. Auch Nahrungsquellen und Nistplätze werden häufig knapp. Die Folgen sind immens. Insbesondere die Wildbiene gilt als bedroht (wir berichteten). Um dieser Bedrohung entgegenzuwirken, setzen sich zahlreiche Jäger für den Schutz vorhandener, aber auch für die Schaffung neuer Lebensräume ein.

So auch die Jagdpächtergemeinschaft im thüringischen Herbsleben, wie die Thüringer Allgemeine berichtet. In Kooperation mit dem Kalk- und Erdenwerk Herbsleben bepflanzten die Jäger einen Naturschutzwall am Ortsrand großflächig neu. Sie setzten 500 Sträucher über eine Länge von etwa 600 Metern in die Erde, um das Naturschutzgebiet von den benachbarten Ackerflächen zu trennen. Dabei pflanzten sie heimische Wildsträucher, die als Nistmöglichkeit, Nahrungsquelle und Rückzugsort für die Tiere dienen sollen. Die Möglichkeit für weitere Projekte sei gegeben, heißt es in dem Artikel.

Dass solche Projekte erfolgreich sind, zeigen zahlreiche weitere Beispiele. So renaturiert im niedersächsischen Sottrum Jäger Peter Drewes bereits seit drei Jahren mit dem dort ansässigen Hegering Flächen, um mehr Lebensraum für das Niederwild zu schaffen. In der Gemeinde Puchheim in Oberbayern arbeiten Behörden, Landwirte und Jäger eng zusammen und schufen dadurch ein 0,6 Hektar großes Naturparadies, in dem sich mittlerweile wieder viele Tierarten wohlfühlen. Beispielhaft ist auch das Projekt eines Jagdvereins im österreichischen Burgenland. Dieser gründete einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb, um Ackerflächen in Öko-Wiesen umzuwandeln.

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