107 tote Sauen – Video sorgt für heftige Diskussionen

YouTube-Video mit Nachtsicht-Aufnahmen aus Texas spaltet die Jägerschaft.

Ein Video, das eine geradezu exzessive Bejagung von Wildschweinen zeigt, sorgt aktuell für rege Diskussionen in der Jägerschaft. Zu sehen ist in dem mehr als neunminütigen Film, wie ein texanischer Farmer mithilfe eines thermischen Nachtsichtgeräts in kürzester Zeit 107 Wildschweine erlegt – ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wäre eine solche Aktion undenkbar.

Die Bilder wirken, als stammten sie aus einem Videospiel: Durch das Nachtsicht-Visier schwenkt der Blick zunächst über ein Feld mit unglaublichen Massen an Schwarzwild, bevor nach wenigen Momenten dann mehr oder weniger wahllos auf die Tiere geschossen wird. „Ich weiß nicht, warum man so ein Video ins Netz stellen muss“, empört sich ein Nutzer in einer Facebook-Gruppe. „Hat mit unserer Jagd in Deutschland nichts zu tun. Würde ich als Jäger auch nicht akzeptieren“, heißt es in einem weiteren Kommentar.

Dass die Jagdszenen alles andere als waidgerecht sind, ist für die meisten Betrachter klar – vor allem, weil keinerlei Rücksicht auf soziale Strukturen genommen wird. Trotzdem erntet der texanische Schütze auch Verständnis. „Bei solchen Beständen bleibt den Farmern kaum eine andere Möglichkeit“, schreibt ein Nutzer. Und ein weiterer kommentiert: „Das Video zeigt keine Jagd, das ist tatsächlich Schädlingsbekämpfung. Die Dimensionen, die dort herrschen, können wir uns hier sicher gar nicht vorstellen, von daher verbiete ich mir auch ein negatives Urteil darüber.“

Auf einer amerikanischen Webseite heißt es zu dem Video, immer wieder würden Farmen in Texas von Wildschweinen völlig verwüstet und das Problem verschlimmere sich weiter. Die thermische Nachtsicht ändere die Situation und die Farmer nutzten dies, „um ihr Land vor der nervtötenden Wildschweinpopulation zu retten“.

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