18.000 Unterschriften gegen den Wolf

Bewohner fühlen sich nicht mehr sicher und fordern eine Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht.

Vertrag unterzeichnen

Wenn 18.590 Menschen eine Petition für den Abschuss des Wolfes unterschrieben haben, dann zeigt das wieder einmal mehr, dass Isegrim die Gemüter erhitzt. Die Bewohner aus Ralbitz-Rosenthal im Kreis Bautzen bei Dresden bekommen bei ihrer Bürgerinitiative nun auch politische Unterstützung, heißt es in einem Bericht der Sächsischen Zeitung.

Sieben Aktenordner mit den gesammelten Unterschriften wollen die Initiatoren der Petition am Mittwoch persönlich an den sächsischen Landtag in Dresden übergeben. Da in der Lausitz die höchste Wolfsdichte in Europa vorherrscht (wir berichteten), hat die Forderung der Bürger noch einmal eine ganz besondere Brisanz: Die Initiatoren möchten mit ihren Unterschriften eine Begrenzung des Wolfsbestands in der Lausitz und eine Gesetzesänderung erwirken. Das europäische Artenschutzgesetz könne für die Lausitz nicht mehr undifferenziert angewendet werden, fordern die Bürger mit folgender Begründung: Die Bewegungsfreiheit der Menschen sei durch den Wolf extrem eingeschränkt und eine naturnahe Weide- und Nutztierhaltung nicht mehr möglich. 

Unterstützung findet die Petition schon vorab im Landtag. 18 Abgeordnete haben bereits eine Stellungnahme abgegeben und befürworten eine Anhörung.

Auch die Zahlen vom Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ sprechen eine eindeutige Sprache: 181 getötete, 19 verletzte und 17 verwundete Nutztiere listet die Schadensbilanz allein für 2017 auf.

In einer Online-Petition an den Deutschen Bundestag gibt es derzeit ebenfalls die Forderung, den Wolf in das Bundesjagdgesetz (BJagdG) aufzunehmen. Die Petition finden Sie hier.

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