25 tote Rehe: Wilderer auf frischer Tat geschnappt

In der Steiermark soll ein Mann in den vergangenen Jahren mehr als zwei Dutzend Rehe gewildert haben. Sein Motiv: Wut auf Jäger.

Reh

Foto: René Alexander

In der Steiermark ist jetzt ein 48-Jähriger ertappt worden, als er von einem Traktor aus mit einem Kleinkalibergewehr auf Rehe schoss. Der Landwirt wird verdächtigt, in den vergangenen Jahren insgesamt 25 Rehe gewildert zu haben.

Der Polizei zufolge wurden in dem Jagdgebiet nahe der Gemeinde Birkfeld seit Anfang März 2013 elf tote Rehe aufgefunden, die mit einer Schusswaffe erlegt worden waren. Hinzu kamen 14 verendete Rehe, deren Todesursache nicht mehr festgestellt werden konnte. Am vergangenen Donnerstag hatte ein Jäger den Mann auf frischer Tat gestellt, ihn entwaffnet und die Polizei verständigt.

Der mutmaßliche Wilderer gab an, aus Wut auf die Jägerschaft gehandelt zu haben. Wie ein Polizeisprecher gegenüber Outfox-World erklärte, war der 48-Jährige früher selbst Jäger, jedoch vor mehreren Jahren wegen „unkameradschaftlichen Verhaltens“ aus der Jägerschaft ausgeschlossen worden. Bereits 2013 sei der Mann wegen Wilderei rechtskräftig verurteilt worden und habe ein Waffenverbot erhalten. 

Der Sprecher der Polizei hob hervor, dass die Ergreifung des Mannes insbesondere der Jägerschaft zu verdanken sei. Da der 48-Jährige bereits wegen Wilderei bekannt war, hatten die örtlichen Waidmänner stets ein Auge auf ihn. So gelang es schließlich auch einem Jäger, den mutmaßlichen Wilderer zu schnappen.

Verantworten muss der Mann sich nun wegen „schweren Eingriffs in fremdes Jagd- oder Fischereirecht“, zudem wird ihm illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.

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