30 tote Schafe nach Wolfsangriff

Brandenburgischer Schäfer denkt nach neuerlichem Vorfall ans Aufgeben. Seine Kollegen in Niedersachsen können unterdessen auf mehr Entschädigungszahlungen hoffen.

Schafe

Symbolbild: Unsplash

Gleich 30 tote Tiere hat ein Schäfer aus dem brandenburgischen Kummersdorf-Alexanderdorf jetzt auf seiner Weide entdeckt. Wie die Märkische Allgemeine berichtete, denkt Dirk Hoffmann nun darüber nach, seinen Beruf zum Ende des Jahres aufzugeben. Insgesamt verlor der Schäfer bereits 78 Schafe durch Wolfsangriffe.

Als er die sieben Muttertiere und ihre 23 Lämmer leblos erblickte, war Hoffmann wie versteinert und den Tränen nahe, heißt es in dem Bericht. Langsam werde die Situation existenzbedrohend für ihn, sagte der Schäfer. Bei weiteren Vorfällen müsse er überlegen, ob er nicht zum Jahresende mit seinem Beruf „Schluss mache“. Der Elektrozaun, der seine 100 Mutterschafe und 130 Lämmer schützen sollte, sei vermutlich von den Wölfen übersprungen worden. Grabespuren habe er jedenfalls nicht entdecken können.

Unterdessen hat der Umweltminister des Wolfslandes Niedersachsen einen „weiteren konstruktiven Beitrag zur Unterstützung der Nutztierhalter“ verkündet. Stefan Wenzel (Grüne) teilte mit, dass niedersächsischen Betrieben nach Wolfsattacken nun Ausgleichszahlungen von bis 30.000 Euro jährlich gewährt werden können. Laut einer Pressemitteilung genehmigte die EU einen entsprechenden Antrag. Bislang waren Hilfen nur bis maximal 15.000 Euro für einen Zeitraum der jeweils letzten drei Steuerjahre zulässig. Im Rahmen der sogenannten „Richtlinie Wolf“ zahlt das Land Niedersachsen Tierhaltern, die von Wolfsangriffen betroffen waren, finanziellen Ausgleich für Tierverluste sowie Zuwendungen für Investitionen zum Herdenschutz.

Einen umfangreichen Überblick über das Thema Wolf finden Sie auch hier in unserem Wolfsticker: Hier klicken!

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