48 Anzeigen nach Hasspostings gegen Jägerin

Facebook ist kein rechtsfreier Raum – das bekommen jetzt einige Nutzer zu spüren, nachdem sie eine Jägerin wüst beschimpften und ihr sogar mit Mord drohten.

Jägerin Elia Schneeweiß

Foto: Elia Schneeweiß

Drohungen, sie zu vergewaltigen, aufzuschlitzen, anzuzünden oder mit einem Kopfschuss hinzurichten: Mit derartigen Hasspostings sah sich die Jägerin Elia Schneeweiß vor Kurzem konfrontiert (wir berichteten). Sie postete ein Foto von einem erlegten Steinbock bei einer Jagd in Kirgisien. Mit solchen Reaktionen hatte sie selbst nicht gerechnet. Schon früh kündigte sie aber an, gegen die Hetze vorzugehen.

Seitdem sind 48 Anzeigen rausgegangen, doch längst nicht alle Vorfälle wurden bereits dokumentiert. „Unsere Anwälte sind noch nicht ganz fertig, da es auch viele neue Anfeindungen auf unserer Firmenseite gibt“, sagte Schneeweiß gegenüber Outfox-World. Da sie auch Herausgeberin von „Die JägerIn Das Jagdmagazin“ ist, wird sie auch auf dieser Facebook-Seite mit Hass-Kommentaren überzogen.

Auf ihrer Facebook-Seite veröffentliche Elia Schneeweiß ein Schreiben ihrer Anwälte. „Alle relevante Beleidigungen beziehungsweise Drohungen werden zur Anzeige gebracht“, heißt es darin. Für die Hasspostings beziehungsweise Beleidigungen drohen den Tätern nach österreichischer Gesetzgebung eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten oder bis zu 180 Tagessätze Geldstrafe. Bis zu ein Jahr Haft oder 720 Tagessätze Geldstrafe werden bei gefährlichen Drohungen verhängt, das heißt bei ernstlichen Ankündigungen zur Körperverletzung, die das Ziel haben, das Opfer massiv zu ängstigen. Öffentliche Verleumdung, also üble Nachrede, wird ebenfalls mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder bis zu 720 Tagessätzen bestraft, schreiben die Anwälte.

Hass und Hetze sind bei Facebook heutzutage leider keine Seltenheit. Jäger und Landwirte geraten zunehmend ins Visier selbsternannter Tierschützer (wir berichteten hier, hier und hier). Doch Facebook ist kein rechtsfreier Raum. Elia Schneeweiß rät, sich dagegen zu wehren: „Diese Beschimpfungen sowie Morddrohungen sind definitiv strafbar und man muss auch sofort dagegen vorgehen.“

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