Achtung, übereifrige Jagdgegner!

Sowohl in Hünxe (Nordrhein-Westfalen) als auch im niedersächsischen Peine waren am Wochenende Jagdgegner unterwegs. Im letzteren Fall waren die Störer jedoch wenig erfolgreich.

Hinweisschild Jagd

Symbolbild: Linn Julia Temmann

Waldwege mit Baumstämmen versperren, eine Jagdhütte beschmieren, ein paar Hinweisschilder klauen und im Anschluss gemütlich frühstücken gehen: Aktivisten haben am Sonntag eine Jagdveranstaltung im Zweidorfer Holz bei Peine (Niedersachsen) gestört und sind danach von der Polizei beim Frühstück auf einer Autobahnraststätte geschnappt worden.

Einer Pressemitteilung des Polizeikommissariats Peine zufolge störten Tierschützer eine Veranstaltung der Jägerschaft. Bereits um 8.30 Uhr seien mehrere teils mit Warnwesten, teils dunkel gekleidete Personen im Zweidorfer Holz aufgefallen, die Zufahrtswege im Wald mit Ästen und Holzstämmen blockiert hatten. Nachdem eine Streife der Polizei zunächst nicht fündig wurde, gab es wenig später die Meldung, dass die Gruppe erneut in Erscheinung getreten war. Diesmal stahlen sie die Jagd-Hinweisschilder und beschmierten die Jagdhütte und eine Bank.

Eine Zivilstreife konnte die Personen schließlich beim Sonntagsfrühstück an einer nahegelegenen Raststätte ausfindig machen. Wie die Polizei mitteilt, konnten bei ihnen Beweismittel sichergestellt werden. Auf sie kommen jetzt Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung, Diebstahls und Nötigung zu. Besonders ärgerlich dürfte für die mutmaßlichen Täter die Tatsache sein, dass sie lediglich für eine kurze Störung des „Fuchstages“ des Hegerings Wendeburg gesorgt hatten.

„Wir haben uns gestern im Revier Zweidorf getroffen, um uns über aktuelle Themen auszutauschen“, erklärte Peines Kreisjägermeister Hans-Werner Hauer gegenüber der PAZ. So habe Hauer beispielsweise vom vorbildlichen Projekt „Fellwechsel“ des Deutschen Jagdverbandes (wir berichteten) erzählt und den Jägern Tipps für eine nachhaltigere Jagd gegeben.

Auch in Nordrhein-Westfalen waren am Wochenende vermutlich Jagdgegner aktiv. Im niederrheinischen Hünxe haben am Samstag unbekannte Täter die Windschutzscheibe eines Autos zertrümmert, mit dem eine Treiberin zur Jagd gefahren war. Laut der Rheinischen Post hatte der Hünxer Jäger Michael Helmich am Samstag eine kleine Drückjagd organisiert, um den Schwarzwild-Bestand angesichts der drohenden Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest und hoher Wildschäden einzudämmen.

Die Jagd wurde im Vorfeld angekündigt, weshalb die Hünxer Jäger vermuten, dass sich Jagdgegner provoziert gefühlt haben könnten. „Schon vormittags wurde mir gedroht, dass alle Scheiben an meinem Haus zerschlagen würden“, erzählte Helmich gegenüber der Zeitung. Später habe man das mit einem Holzklotz demolierte Auto der Treiberin gefunden – an einen Zufall will Helmich nicht glauben. Eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung ist bei der Polizei eingegangen.

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