„Arme Schweine“ auf der Anklagebank

Am Amtsgericht im nordrhein-westfälischen Wesel ist jetzt ein Verfahren gegen drei Hundeführer auf Kosten der Staatskasse eingestellt worden. Ihnen wurde eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz und Jagdwilderei in einem besonders schweren Fall vorgeworfen. Dies berichtet derwesten.de.

Den Angeklagten wurde zur Last gelegt, im November 2013 bei einer kuriosen Wildschweinjagd, bei der sie als Jagdhelfer teilnahmen, in einem anderen Jagdbezirk ein verletztes Wildschwein erlegt zu haben. Wie die 42, 52 und 54 Jahre alten Angeklagten erklärten, hatten sie ihre Hunde bei Betreten eines Waldstücks in Hünxe von der Leine gelassen und während der Jagd aus den Augen verloren. Nach einer Suche mit GPS konnten die Hunde geortet und gefunden werden. Sie befanden sich auf einem einige hundert Meter entfernten Bauernhof und hatten ein schwer verletztes Wildschwein in einer Scheune gestellt. Die Hundeführer erlösten, wie es ihre Pflicht ist, das Wildschwein mit einem präzisen Messerstich von seinen Qualen. Danach informierten sie den Führer des Hundeteams und den Jagdleiter.

Während des Prozesses wurde dem Bericht zufolge schnell deutlich, dass die Angeklagten keinesfalls schuldig sind, sondern im Gegenteil komplett richtig gehandelt haben. Auch die zahlreichen Prozesszuschauer zeigten Unverständnis über die Anklage. Einer der Zuschauer betonte: „Die armen Schweine auf der Anklagebank sind doch die völlig falschen, die sich verantworten müssen. Die drei haben alles genau richtig gemacht.“ Wer die drei Männer angezeigt hatte, konnte eine Gerichtssprecherin auf Nachfrage von Outfox-World nicht sagen.

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