ASP-Angst: Jäger erhalten Sonderurlaub

Der polnische Präsident hat eine neue Maßnahme unterschrieben, mithilfe derer die Afrikanische Schweinepest noch erfolgreicher bekämpft werden soll.

Wildschwein

Foto: Daniela Fett

Polnische Jäger sollen jetzt Sonderurlaub erhalten, um sich an der wirksamen Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beteiligen zu können. Wie agrarheute.com berichtet, unterzeichnete Polens Präsident Andzrej Duda eine entsprechende Maßnahme.

Jäger bekommen demnach pro Jahr bis zu sechs Tage bezahlten Sonderurlaub, wenn sie diesen dazu nutzen, Wildschweine zu bejagen. Darüber hinaus enthält das neue Maßnahmenpaket laut dem Bericht zusätzliche Befugnisse für Behörden und rechtliche Grundlagen für den Bau von „Grenzsicherungsanlagen“, mit denen die Einwanderung infizierter Tiere nach Polen verhindert werden soll. Im benachbarten Tschechien war bereits im Sommer 2017 ein 45 Kilometer langer Zaun errichtet worden, um die Ausbreitung der ASP einzudämmen (wir berichteten). Zudem schickte das Land Scharfschützen der Polizei auf die Jagd nach Schwarzwild (wir berichteten).

Laut agrarheute.com wurden aus Polen zum Jahreswechsel neue ASP-Fälle bei Wildschweinen bekannt – unter anderem aus Regionen im Norden und Osten des Landes, die bisher noch als seuchenfrei gegolten hatten. Bis Mitte Dezember 2017 seien in Polen insgesamt mehr als 700 Ausbrüche der Krankheit bei Wild- und Hausschweinen verzeichnet worden.

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