Auffällige Wölfin: Sechs Welpen sollen getötet werden

Das Thüringer Umweltministerium hat bestätigt, dass die auffällige „Ohrdrufer Wölfin“ mit Nachwuchs unterwegs ist.

Wolf mit Welpe

Symbolbild: Dieter Hopf

Die „Ohrdrufer Wölfin“ ist nicht mehr allein unterwegs. Das Thüringer Umweltministerium bestätigte jetzt, dass die Problemwölfin auf aktuellen Bildern aus Fotofallen zusammen mit sechs Jungtieren zu sehen ist. Da es sich dabei um Hybrid-Welpen handelt, empfehlen Experten deren möglichst schnelle Tötung. Diese Nachricht ließ Wolfsfreunde im Internet sofort aufheulen.

Wie das Umweltministerium mitteilte, haben Experten der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) die aktuellen Fotos mit ausgewertet. Das Resultat: Bei den Nachkommen handelt es sich zweifelsfrei um Hybride – also eine Kreuzung aus Wolf und Haushund. Das Alter der vier weiblichen und zwei männlichen Jungtiere schätzen die Fachleute auf rund fünf Monate.

Für das weitere Vorgehen äußerten die DBBW-Experten eine eindeutige Empfehlung: Aus Artenschutzgründen müssen die Jungtiere aus der Natur entnommen werden. Insbesondere werde die Wildtierpopulation Wolf so vor dem Eindringen von Haushund-Genen geschützt. Da der Aktionsradius der Tiere rasch wächst und sie bereits im Winter geschlechtsreif werden, raten die Fachleute zu einer möglichst schnellen Tötung. Ein Betäuben der Tiere und der Transport in ein Gehege sei keine tierschutzgerechte Alternative. Erfahrungen aus Sachsen hätten gezeigt, dass die dort gefangenen Hybrid-Welpen sehr unter der Gehege-Haltung litten.

Wolfsfreunde reagierten im Internet sofort auf die Nachricht aus dem Thüringer Ministerium. So hieß es beispielsweise: „Denke, die einzig machbare Alternative wäre, wenn sich jemand, der die Genehmigung hat, Wolfshybriden zu halten, bereit erklärt, diese aufzunehmen.“ Zugleich räumte der Verfasser ein: „Dann besteht allerdings immer noch das Problem, alle sechs einzufangen.“

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