Baden-Württemberg: CDU-Minister erwägt Biber-Bejagung

Peter Hauk verweist auf die enormen Schäden in Landwirtschaft und Hochwasserschutz – Grünes Umweltministerium sieht das Thema Biber positiv.

Biber-Schäden

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk zieht eine Bejagung des Bibers in Betracht. Angesicht der anwachsenden Bestände müsse man „auch über die Möglichkeit nachdenken, Fallen zu stellen und ihn so zu bejagen“, sagte der CDU-Politiker dem SWR.

„Der Biber breitet sich extrem schnell aus, weil er sich wahnsinnig schnell fortpflanzt“, erklärte Hauk. Nach Angaben seines Ministeriums hat sich die Population im „Ländle“ seit dem Jahr 2008 mehr als verdreifacht – von etwa 1.000 auf rund 3.500 Tiere. „Es ist toll, dass der Biber wieder da ist, aber am Ende macht’s die Menge“, sagte der Minister gegenüber dem SWR. Hauk verwies auf die extremen Schäden, die die Nager in Landwirtschaft und im Hochwasserschutz anrichten.

Im grün geführten Landesumweltministerium betrachtet man das Biber-Thema laut dem Bericht „ganz anders – und zwar positiv“. Ein Ministeriumssprecher lobte, dass durch die Aktivitäten der Biber nicht nur die Strukturvielfalt an Gewässern, sondern auch die Artenvielfalt und die Selbstreinigungskraft von fließenden Gewässern erhöht werde.

Für den Landesjagdverband Baden-Württemberg sind die aktuellen Aussagen des Landwirtschaftsministers „ein wichtiger Anstoß in der Diskussion über den Umgang mit wieder einwandernden Wildarten“. Wenn der 2018 erstmals vorzulegende landesweite Wildtierbericht zum Ergebnis komme, dass ein stark gestiegener Biberbestand zu enormen Schäden in Landwirtschaft und Wasserbau führe, müsse die Aufnahme des Bibers ins Jagdrecht ergebnisoffen geprüft werden, sagte Landesjägermeister Jörg Friedmann laut einer Pressemitteilung.

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