Baden-Württemberg: NABU will keine Änderungen am Jagdgesetz dulden

Der Naturschutzbund NABU in Baden-Württemberg erwartet von einer möglichen neuen grün-schwarzen Landesregierung, dass sie das umstrittene Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) unangetastet lässt. Wie focus.de  berichtet, sagte der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann: „Es war ein Kompromissgesetz, für das beide Seiten schlucken mussten.“ Deshalb solle die CDU bei den Verhandlungen für die erste grün-schwarze Koalition keine Änderungen zugunsten der Jäger fordern. Insbesondere mögliche Korrekturen am Jagdgesetz gelten derzeit als Streitpunkt zwischen den Parteien.

Der NABU hingegen forderte erst jetzt auf seiner Frühjahrskonferenz in Person von Andre Baumann selbst, dass der Naturschutz Schwerpunkt im Koalitionsvertrag sein müsse. „Es gilt, konkrete Schwerpunkte eines modernen Naturschutzes zu formulieren und Natur- und Umweltschutz im Koalitionsvertrag das nötige Gewicht zu geben“, sagte Baumann. Auch müssten im Koalitionsvertrag zum Umwelt- und Naturschutz „klipp und klar die Ziele und Maßnahmen der grün-schwarzen Koalition“ genannt werden.

Das JWMG war im vergangenen Jahr nach monatelangen Protesten der Jägerschaft in Kraft getreten. Die grün-roten Regierungsparteien hatten die von Agrarminister Alexander Bonde (Bündnis 90/Die Grünen) forcierten Einschnitte ins bisherige Jagdrecht im November 2014 beschlossen.

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