Bär im Skigebiet unterwegs – Behörden bleiben gelassen

In der Schweiz erkundet der Braunbär „M29“ momentan das Skigebiet Engelberg Titlis (Zentralschweiz) – das Tier soll jedoch als unauffällig und scheu gelten.

Bär im Skigebiet in der Zentralschweiz

Foto: Kanton Obwalden

Im zentralschweizerischen Engelbergertal streift derzeit offenbar ein Braunbär über die Skipisten. Wie die Luzerner Zeitung berichtete, sichteten Mitarbeiter eines Skigebiets und ein ansässiger Wirt das Tier. Die Behörden vor Ort hatten mit dem Auftauchen des Bären bereits gerechnet – er soll zuvor in den Kantonen Bern und Uri unterwegs gewesen sein und als „ruhiger Zeitgenosse“ gelten.

„Jetzt haben wir die Gewissheit, dass der Bär tatsächlich bei uns ist“, sagte der zuständige Wildhüter dem Bericht zufolge. Nach einer Meldung der Kollegen aus dem Kanton Uri sei man „darauf gefasst“ gewesen, dass das Tier auch den Weg in die Region finden könnte.

Weiter hieß es, der auch „M29“ genannte Bär sei ein unauffälliges und scheues Tier. Er sei im Mai 2017 im Kanton Bern zum ersten Mal fotografiert worden. Der einzige Vorfall, mit dem er bislang auf sich aufmerksam gemacht habe, sei der Einbruch in ein Bienenhaus gewesen. Nichtsdestotrotz gaben die Behörden einige Verhaltensregeln heraus. So gelte in Gebieten mit Präsenz von Bären allgemein, dass Wanderer auf den Wegen bleiben und keine Essensreste liegenlassen sollten. Wer tatsächlich einem Bären begegne, solle ruhig stehen bleiben, sich langsam zurückziehen und alles vermeiden, was das Tier als bedrohlich empfinden könnte („Stock rumfuchteln, Steine werfen, schreien etc.“). Schließlich heißt es in der Mitteilung noch: „Verzichten Sie zugunsten ihrer Sicherheit auf einen ‚Bärenschnappschuss ‘.“ 

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