Wolf

Bauern in Brandenburg: „Wölfe schießen, wo sie nicht hingehören“

Der Bauernbund Brandenburg fordert, dass Wölfe künftig gejagt werden dürfen. Wie die Märkische Allgemeine berichtet, verwies Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung auf die hohe Zahl der Raubtiere in Brandenburg und sagte: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Tiere scheu bleiben – indem wir sie schießen, wo sie nicht hingehören.“

Jung, dessen Organisation dem Bericht zufolge bäuerliche Familienbetriebe vertritt und knapp 450 Mitglieder hat, wies Forderungen zurück, Landwirte beim Bau von Zäunen finanziell zu unterstützen. Dies hatte die „Konkurrenz“ vom brandenburgischen Bauernverband laut dem Bericht verlangt. Jung erklärte: „Jeder Wolf, der auf 500 Meter an menschliche Siedlungen oder Tierherden herankommt, ist ein Problemwolf.“

Bei einer flächendeckenden Ausbreitung des Wolfs in Brandenburg würden „unbezahlbar hohe Kosten“ für Herdenschutz und Schadensausgleiche entstehen, sagte der Präsident des Bauernbunds, Karsten Jennerjahn, laut Märkischer Allgemeine. Daher sollten die Tiere „mittelfristig in das Jagdrecht aufgenommen werden“. Die Potsdamer Landesregierung solle sich dafür einsetzen, dass Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) bei der Europäischen Kommission auf eine Lockerung für das Jagdverbot drängt.

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