Bayerischer Jagdverband gegen Wolf im Jagdrecht

Der BJV lehnt eine Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht ab. Stellvertretend für Bayerns Jäger fordert der Verband ein neues Reh- und Rotwildmanagement.

Wolf auf Felsen

Symbolbild: Meli1670

Der Bayerische Jagdverband positioniert sich erneut gegen den Deutschen Jagdverband. Während der DJV den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufnehmen möchte (wir berichteten), lehnt der unabhängige BJV die Idee „strikt“ ab. In einer Pressemitteilung betont Verbandspräsident Prof. Dr. Jürgen Vocke, dass der Abschuss einzelner Tiere auch ohne Übernahme ins Jagdrecht möglich sei. Er bezieht sich auf das, wie er sagt, „erfolgreiche Biber- und Kormoranmanagement in Bayern“. Bei diesen Tierarten sei die Entnahme ebenfalls möglich, wenn die zuständige Fachbehörde einen Jäger damit beauftrage. „Ohne einen gesamtgesellschaftlichen Konsens ist die Jagd auf den Wolf mit den bayerischen Jägern nicht zu machen“, so Vocke weiter. Und verweist auf die zuständigen Fachbehörden, die den Einzelfall auch beim Wolf zu entscheiden haben.

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Wolfs auch in Bayern plädiert der BJV weiterhin für eine Neuausrichtung des Reh- und Rotwildmanagements im Freistaat. Zum einen müssten die Rotwildgebiete „völlig neu diskutiert und hinterfragt werden“, so der Verband. Die Bejagung in Anwesenheit des Wolfs sei wesentlich schwieriger, negative Effekte für den Pachtwert und die Abschussplanerfüllung wie auch ein „erheblicher Verbiss“ seien zu erwarten. Der Verband fordert eine Berücksichtigung von gerissenem Reh- und Rotwild im Abschussplan und eine klare Absage gegenüber Wildschadenersatz bei Wölfen durch die Jägerschaft.

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