Biberfamilie bekommt Ärger mit Behörde

Ein Grundeigentümer muss sich für einen illegalen Teich verantworten. Doch nicht er hat ihn angelegt, sondern eine Biberfamilie.

Biber bei der Nahrungsaufnahme

Foto: Dieter Hopf

In der österreichischen Gemeinde Jaidhof wird ein Grundbesitzer für einen illegal angelegten Teich, oberhalb seiner genehmigten Anlage, in die Verantwortung gezogen. Eine skurrile Situation, denn nicht er, sondern eine Biberfamilie hat diesen geschaffen: Die Tiere haben schlicht einen Abfluss verstopft. Die technische Gewässeraufsicht stört sich trotzdem daran, da hierfür keine Genehmigung vorliege.

„Seit sechs Jahren habe ich die Biber auf dem Gelände. Jungtiere haben bei dicken Buchen, die über hundert Jahre alt sind, rundherum die Rinde abgenagt und die Bäume gehen ein“, erzählte Grundbesitzer Erich Wruh gegenüber dem Kurier. Einige Bäume um den Fischteich herum hat er mit Drahtgittern geschützt.

Die Aktivitäten des Bibers stören ihn aber eigentlich nicht, da ein wertvolles Feuchtbiotop entstanden sei. Dass ein „genehmigungs-konformer Zustand“ eingefordert werde, könne er nachvollziehen, nicht aber, dass er diesen herstellen muss. „Es stimmt, das ist eine etwas kuriose Situation“, sagt dem Bericht zufolge auch Bezirksverwaltungschefin Elfriede Mayrhofer. Das Verfahren laufe aber noch, in engem Kontakt mit dem Grundbesitzer.

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!