Braunbär zerstört Bienenstöcke

Im österreichischen Bundesland Kärnten treibt ein Braunbär sein Unwesen und hat zuletzt gleich sieben Bienenvölker „obdachlos“ gemacht. Ein Jäger begegnete dem Tier in der Nähe des Bienenstocks.

Bär streift durch die Natur

Foto: DebWatson

In der Gemeinde Maria Rain im österreichischen Bundesland Kärnten hat ein Braunbär einen Bienenstock geplündert. Im Umkreis von rund 20 Metern fand man dessen Teile verstreut. Sieben Bienenvölker seien jetzt „obdachlos“, heißt es in einem Artikel des Österreichischen Rundfunks. Ein Jäger entdeckte Tier auf der Flucht.

„Es war in der Früh, ich war schon auf dem Heimweg von der Pirsch. Auf einmal überquerte ein Bär etwa 100 Meter vor mir die Straße. Dann ging er über das freie Feld und einen Acker, um schließlich im Hochwald zu verschwinden“, sagte der Aufsichtsjäger Johannes Schifrer. Zeit, um den Fotoapparat zu zücken, hatte er nicht. Nachdem der Bär aber verschwunden war, ging Schifrer direkt zum Bienenstock. „Als ich in die Nähe kam, sah ich schon, dass der gesamte Stock zerrissen war“, erzählte er dem Bericht zufolge.

Entweder sei der Bär über die Gemeinden Köttmansdorf und Ludmannsdorf oder über den Fluss Drau gekommen ­­– Bären können kilometerweit schwimmen. Es wird vermutet, dass es sich um den vor einigen Jahren gesichteten Bären „Timon“ handeln könnte. „Ich habe DNA-Spuren gesichert, damit sich zuordnen lässt, um welchen Bären es sich handelt“, sagte Schifrer. 

Bären-Sichtungen sind in Österreich eher selten. Häufiger kommt es in der Schweiz zu Vorfällen. Zuletzt hatte ein Bär vor wenigen Wochen im Kanton Uri einen Bienenstand geplündert (wir berichteten).

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