Bund Naturschutz nimmt´s mit Biber-Bildern nicht so genau

Am oberbayerischen Staffelsee beschuldigen „Naturschützer“ die Anwohner, Biber zu erschlagen. Als Beweis dient dabei ein mehrere Jahre altes Foto.

Biber

Symbolbild: Dieter Hopf

„Fake News“ aus Oberbayern: Der Bund Naturschutz (BN) hat jetzt mit einem fast drei Jahre alten Foto Stimmung gegen angebliche Biber-Tötungen gemacht. Wie der „Merkur“ berichtet, behauptete der BN in einer Pressemitteilung, ihm seien aktuelle Fotos von einem am Staffelsee erschlagenen Biber zugeschickt worden. Ein Vertreter der Organisation musste nun jedoch einräumen, dass die Aufnahmen bereits im April 2015 entstanden.

Die Zeitung attestierte dem Bund Naturschutz daher ein astreines „Glaubwürdigkeitsproblem“. In der Pressemitteilung sei unter Bezug auf das veraltete Foto der Eindruck erweckt worden, Privatleute aus der Staffelsee-Gemeinde Seehausen würden „ihrem Hass gegenüber dem heimischen Wildtier durch Tötung Ausdruck … verleihen“. Dr. Rudolf Nützel von der BN-Ortsgruppe Murnau sagte, er habe die Biber-Bilder von einem ihm bekannten BN-Mitglied „mit fachlicher Ahnung“ erhalten. Die Frau habe erklärt, das auf dem Foto zu erkennende Tier sei erschlagen worden. „Das habe ich übernommen. Ich muss mich auf das verlassen, was ich an Informationen bekomme“, wird Nützel weiter zitiert. Und schließlich behauptete der „Naturschützer“ mit Blick auf den toten Biber: „Das wird wahrscheinlich auch am Staffelsee öfter vorkommen – das ist meine Vermutung.“

Seehausens Bürgermeister Markus Hörmann (CSU) zeigte sich dem Bericht zufolge empört über die Anschuldigungen durch den BN: „Da wird impliziert, dass die Bürger von Seehausen zu Selbstjustiz greifen.“ Die Vorwürfe in der Pressemitteilung seien „unterirdisch“ und „wahnsinnig schlecht“ recherchiert.

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