Wolf

CDU-Minister und NABU begrüßen den Wolf im „Ländle“

Die erste Sichtung eines Wolfs in Baden-Württemberg erfreut den NABU ebenso wie den neuen CDU-Agrarminister Peter Hauk. „Wir begrüßen den Wolf in Baden-Württemberg“, sagte Hauk laut einer aktuellen Pressemitteilung. Der NABU formulierte direkt eine Forderung: „Jetzt gilt es, diesen faszinierenden Tieren das Überleben zwischen Bodensee und Odenwald zu ermöglichen.“

Nachdem im vergangenen Jahr bereits zwei überfahrene Wölfe im „Ländle“ aufgefunden worden waren, zeigte sich jetzt im Bereich der Hochebene Baar erstmals ein lebendes Exemplar. Laut Badischer Zeitung bestätigten Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg, dass es sich bei dem gesichteten Tier tatsächlich um einen Wolf handelte.

Sowohl der NABU als auch CDU-Mann Hauk betonen in ihren Mitteilungen, dass bei einer Rückkehr des Wolfes selbstverständlich die Anliegen der Nutztierhalter zu berücksichtigen seien. Hauk spricht sich für die „Koexistenz von Wolf und Nutztieren“ aus, der NABU verlangt „Platz für Weidetiere und für Wölfe“. Keine ministerielle Zustimmung gibt es hingegen für die Forderung des NABU, dass für Wölfe genauso wie für Rehe, Wildschweine und Wildkatzen im Land mehr Grünbrücken eingerichtet werden sollten.

Peter Hauk, der seit dem 12. Mai im grün-schwarzen Kretschmann-Kabinett als Agrarminister mitregiert, bekleidete dieses Amt bereits von 2005 bis 2010. Der Diplom-Forstwirt verfügt über langjährige berufliche Erfahrung in verschiedensten Bereichen der Forstverwaltung. Erst im vergangenen Jahr nutzte er laut Südwest-Presse eine halbe Stelle als Projektleiter in der unteren Forstbehörde Tauberbischofsheim, um seine „berufliche Kompetenz wieder auf die Höhe der Zeit zu bringen“.

Dass er schon während seiner ersten Amtszeit als Agrarminister vor allem als Forstfachmann agierte, stellte Hauk Anfang 2007 unter Beweis. Damals wies er die Forderung der baden-württembergischen Jägerschaft zurück, dass sich Hirsche auch außerhalb ausgewiesener Rotwildgebiete frei bewegen können sollten. Wie stimme.de seinerzeit berichtete, lehnten sowohl Hauk als auch die Forstkammer Baden-Württemberg eine Öffnung weiterer Regionen für Hirsche ab.

Ob sein professionelles Besorgtsein um den baden-württembergischen Bäumchen-Nachwuchs ihn jetzt zu der freudigen Begrüßung des Raubtiers Wolf veranlasst hat, verrät Minister Hauk in seiner aktuellen Mitteilung leider nicht.

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