CSU-Frau verurteilt Petas Jäger-Hetze

Bayerische Politikerin fordert Lehrer auf, Peta-Unterrichtsmaterial in den Müll zu werfen.

Marlene Mortler

Foto: marlenemortler.de

Eine Frau traut sich was: Marlene Mortler, CSU-Bundestagsabgeordnete und Mutter von drei Kindern, hat Deutschlands Lehrer aufgerufen, Peta-Unterrichtsmaterial in den Papierkorb zu werfen. Vor allem wegen der Anti-Jagd-Propaganda.

Die Politikerin aus Franken, Jahrgang 1955, ist dafür bekannt, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt: Als Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat sie schon jede Menge Hass-Kampagnen im Internet ausgehalten. Ausgerechnet jetzt, kurz vor der Bundestagswahl, legt sich die praktizierende Landwirtin (mit Meisterbrief) mit der Tierrechte-Lobby an: „Kinder und Jugendliche mit unserem im Grundgesetz verankerten Staatsziel des Tierschutzes vertraut zu machen, ist grundsätzlich zu begrüßen. Die PETAkids-Flyer zeigen aber einmal mehr, dass eine sachliche Diskussion mit sogenannten Tierschützern nicht möglich ist.“

Es geht um den jüngsten Peta-Versuch, Lehrer für eine Kampagne in den Klassenzimmern einzuspannen (wir berichteten). Die Politikerin findet dies völlig daneben: „Ideologiegetrieben wird definiert, wer gut und böse handelt. Landwirte und Jäger werden als quälende und rücksichtslose Menschen diffamiert. Sieht so eine offene und wertungsfreie Vermittlung von Tierschutzfragen aus?“

Neben den Landwirten nimmt Frau Mortler ausdrücklich auch Jagd und Jäger in Schutz: „Völlig unter den Tisch fällt beispielsweise die für den Artenschutz wichtige Rolle der Jagd. Ohne die Bejagung von Fressfeinden sähe der Bestand von vielen Arten ganz anders aus.“ Deshalb empfiehlt die Abgeordnete, Peta-Post in den Papierkorb zu werfen und lieber dafür zu sorgen, dass sich Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Urteil bilden: „Die Lehrkräfte sollten mit ihren Schülern vielmehr die Landwirte und Jäger vor Ort besuchen und sich ein eigenes Bild von der Realität machen.“

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