Das harte Leben der Wölfe

Bedenkliche Ergebnisse liefert die Obduktion nach der schwedischen Lizenzjagd auf Wölfe: Drei von 25 erlegten Tiere litten unter Fuchsräude. Noch häufiger entdeckten die Veterinäre schwere Verletzungen vom Kampf mit Elchen.

Wölfe im Schnee

Fotos: Dieter Hopf

Offensichtlich kommt die mit rund 500 Wölfen überschaubare Population in den dünn besiedelten schwedischen Wolfsregionen an ihre natürlichen Grenzen. Mangels Rehwilds und anderer wenig wehrhafter Beutetiere wagen sich die Wölfe zunehmend an Elche – und diese schlagen kräftig zurück.

Im Värmland-Revier Brattfors beispielsweise wiesen drei der sechs erlegten Wölfe schwere Kampfspuren auf: gebrochene Rippen und Läufe. Einige Verletzungen waren so schlecht verheilt, dass die Tiere dauerhaft schwer behindert geblieben wären – etwa durch Verwachsungen von Brustkorb und inneren Organen.

Von insgesamt 13 erlegten Wölfen in Värmland litten drei an Räude. Zum Teil so schwer, dass man von Gnadenschüssen sprechen kann. Zudem werden in Schweden die ersten verhungerten Wölfe gefunden. Dagegen sind Hinweise auf illegale Bejagung eher selten: Nur in einem der 25 Kadaver fanden sich Schrote.

22 von 25 erlegten Wölfen wurden mit dem ersten Schuss getötet. Bei den anderen waren kurze Nachsuchen erfolgreich. Sicher auch eine Folge der strengen Regeln, die unter anderem zwingend eine Zusatzausbildung der Wolfsjäger vorschreiben.

Nun stehen noch die Ergebnisse der DNA-Untersuchungen aus, von denen sich die staatlichen Veterinäre weiteren Aufschluss über das Ausmaß der Inzucht erwarten, die langfristig als schwerste Bedrohung der Population gilt.

Quelle: Nya Värmlands Tidning,

Statens veterinärmedicinska anstalt (SVA)

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