Die Grünen wollen das SUV-Fahren bestrafen

Parteichef Özdemir spricht sich in Interviews für erhöhte Steuern auf Geländewagen aus.

Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt

Foto: Dominik Butzmann / Das grüne Spitzenduo Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt

Rechtzeitig vor der Bundestagswahl hat der grüne Parteichef Cem Özdemir alle SUV-Fahrer wissen lassen, dass seine Partei die Nutzung der Geländelimousinen spürbar verteuern will. Wer SUV fahren wolle, solle die Kosten tragen, die der Geländewagen ökologisch verursacht, sagte Özdemir laut faz.net.

Die Pläne der Grünen sähen vor, Geländewagen höher zu besteuern und Elektroautos steuerlich zu entlasten, erklärte Özdemir. Auch gegenüber der Bild-Zeitung bekräftigte der Grünen-Chef seine Forderung. In einem „Blitz-Interview“ konfrontierte Moderatorin Lilly Wagner („Lilly Live“) den Politiker mit der Aussage „Mit dem SUV durch Berlin fahren, ist eine Sünde?“ Özdemirs Antwort: „Das dürfen Sie gerne, aber dann müssen Sie bitteschön auch mehr bei der Kfz-Steuer zahlen.“ Bemerkenswerterweise wies der Grünen-Vorsitzende in dem Interview auch darauf hin, dass seine Partei den Menschen keine Vorschriften machen wolle. Für Debatten wie seinerzeit über den „Veggie-Day“ seien die Grünen nicht mehr zu haben.

Beim Thema Autos sorgte kürzlich ausgerechnet Özdemirs grüner Parteifreund Johannes Remmel für Schlagzeilen (wir berichteten). Der ehemalige nordrhein-westfälische Umweltminister hatte einen 110.000 Euro teuren Tesla-Dienstwagen nur für sehr wenige Fahrten genutzt – nicht nur wegen der zu kurzen Reichweite, sondern auch, weil es dem Minister auf der Rückbank offenbar zu unbequem war.

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