„Die Linke“: Jäger sollen Wildbret spenden

Kreisverband der Partei aus Rotenburg (Wümme) wendet sich mit einer sozialen Idee an die Jägerschaft.

Wildfleisch

Foto: Alexander Küper

Der Kreisverband der Linkspartei im niedersächsischen Rotenburg (Wümme) fordert, dass Jäger bedürftige Menschen mit „Frischfleisch“ versorgen. „Wem gehört das Wild?“, fragt „Die Linke“ in einer Pressemitteilung – um direkt selbst darauf zu antworten: „Es ist herrenlos, bis ein dazu befugter Jäger es sich mit einem Blattschuss kostenlos aneignet.“

Die Partei weist darauf hin, dass im Landkreis Rotenburg zum 1. April die „seit Langem umstrittene“ Jagdsteuer entfalle und somit die Jäger „in den Genuss eines geldwerten Steuervorteils“ kämen. Bei vielen Menschen in Deutschland herrsche ein Mangel an Lebensmitteln, sodass Bedürftige an den sogenannten Tafeln Schlange stehen müssten, „um etwas von den abgelaufenen Lebensmitteln und dem fleckigen, welken Obst und Gemüse zu bekommen“. Die Jägerschaft berichte zugleich von einer zu hohen Wild-Population. 

Der Kreisverband „Die Linke“ im Landkreis Rotenburg fordere daher, dass nach einer Jagd 70 Prozent des Wildbrets als Frischfleisch an die neun Lebensmittelausgabestellen der Tafeln im Landkreis Rotenburg abgegeben werden. „Die Unterstützung bedürftiger Familien mit Frischfleisch ist eine soziale Aufgabe, die uns alle angeht und mit geringem Aufwand verwirklicht werden kann“, heißt es abschließend.

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