DJV begrüßt geplante Änderungen des Bundesjagdgesetzes

Der Deutsche Jagdverband (DJV) zeigt sich zustimmend zu vorgesehenen Änderungen des Bundesjagdgesetzes durch den neuen Koalitionsvertrag.

Koalitionsvertrag

Foto: DJV

Nachdem es bereits hitzige Diskussionen zwischen CDU und SPD bezüglich des Wolfmanagements gab (wir berichteten), sind die Koalitionsverhandlungen in Berlin in der Zwischenzeit beendet. Union und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt, der ebenfalls eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes vorsieht. Das begrüßt auch der Deutsche Jagdverband (DJV), lässt der Verband in einer Pressemitteilung verlauten. Der Vertrag plant neben dem Wolfsmanagement unter anderem eine deutschlandweit geltende Vereinheitlichung des Schießübungsnachweises und der Jäger- und Falknerausbildung sowie –prüfung. Auch im Punkt Jagdmunition soll es eine bundeseinheitliche Regelung geben, diese besagt eine Optimierung der Tötungswirkung und die Reduzierung des Bleieintrags ins Wildbret.

„Die Politik nimmt damit die berechtigten Ängste und Sorgen der vom Wolf betroffenen ländlichen Bevölkerung ernst!“, bewertet DJV-Präsident Hartwig Fischer die geplanten Maßnahmen zur Wolfssituation. Darunter fallen unter anderem die Überprüfung des Schutzstatus des Wolfes sowie die Einrichtung eines Kriterien- und Maßnahmenkatalogs zur Entnahme von Wölfen.

Auch zu der geplanten Nutzung aller verfügbaren förderrechtlichen Möglichkeiten zur effektiven Bejagung des Schwarzwildes zeigt sich der DJV positiv. Dazu gehört ebenfalls die Anlage von Bejagungsschneisen ohne große bürokratische Hindernisse. Diese könne man weiterhin ganzjährig effizient nutzen. Im Frühjahr könne der Landwirt die Flächen mit Wildpflanzen bestücken, um Nist-, Deckungs- und Futtermöglichkeiten für Insekten und Bodenbrüter zu schaffen. Ab Ende Juni könne er dann die Wildpflanzen zur Biogasproduktion ernten, die verbleibenden Stoppelflächen wiederum seien ideal zur Bejagung der Wildschweine. Der DJV befürwortet in diesem Zusammenhang den Vorschlag zur besseren Kommunikation zwischen Landwirten, Jägern und Naturschützern, um gemeinsam den Schutz der heimischen Pflanzen- und Tierarten zu verbessern.

Weniger Zustimmung findet beim DJV das fehlende Bekenntnis der möglichen Koalitionspartner zum Themenkomplex „Biotopverbund/Wiedervernetzung/Grüne Infrastruktur“. Der Verband plane bereits seit längerem eine bessere Vernetzung von Lebensräumen für den Erhalt der biologischen Vielfalt, ein Bündnis mit dem ADAC und Naturschutzverbänden sei bereits gegründet (wir berichteten). Bisher fehle es dem Programm Wiedervernetzung jedoch weiterhin an konkretem Finanzvolumen.

Ob die große Koalition und damit auch der Koalitionsvertrag wirklich zustande kommen, ist indes noch ungewiss. Aussteht die Abstimmung der SPD-Mitglieder über den Koalitionsvertrag. Sie findet vom 20. Februar bis zum 2. März statt. Ausgezählt sollen die Stimmen am 4. März sein.

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