Drahtfalle gegen Biker gespannt: Jäger verurteilt

47-jähriger Österreicher griff zu einem drastischen Mittel gegen Radler in seinem Revier und wurde dafür nun verurteilt.

Radfahrer im Wald

Symbolbild: StockSnap

Er sprach vor Gericht vom größten Fehler seines Lebens und beteuerte, dass ihm dieser „unglaublich leid“ tue. Dennoch wurde ein 47-jähriger Jäger aus Österreich jetzt vor Gericht verurteilt, weil er im Mai auf einem Waldweg eine gefährliche Drahtfalle gegen Radfahrer errichtet hatte (wir berichteten).

Laut einem Bericht des „Standard“ zeigte der Mann sich bei der Gerichtsverhandlung weitgehend geständig. Eine Verletzungsabsicht bestritt er jedoch. Eine Zeugin erklärte, nur durch Zufall habe sie sich an dem gespannten Draht nicht verletzt. Sie sei wegen eines Astes auf dem Boden von ihrem Rad abgestiegen und habe dann etwa 20 Zentimeter vor sich plötzlich die Drahtfalle entdeckt.

Der Angeklagte sagte laut dem Bericht, ihm seien die ständigen Besuche von Mopedfahrern und Mountainbikern in seinem Revier zu viel geworden. Andauernd seien Wildtiere aufgescheucht worden und zudem handele es sich bei dem Weg um eine Privatstraße. Das Drahtseil spannte er in einer Höhe von rund 1,65 Metern zwischen zwei Bäumen, zudem installierte er eine Wildkamera. „Mir ist es darum gegangen, dass der Mopedlenker stehen bleibt und ich ein ordentliches Foto krieg“, erklärte der Mann.

Dem Bericht zufolge ließen sich sowohl der Staatsanwalt als auch die Richterin nicht von ihrer Einschätzung abbringen, dass der Draht eine lebensgefährliche Falle für Biker dargestellt habe. Rechtskräftig verurteilt wurde der 47-Jährige daher zu einer Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro und darüber hinaus zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung. Sein Jagdschein und die Waffenbesitzkarte waren ihm bereits zuvor entzogen worden.

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