Drogenplantage im Wald: Jäger macht Männer dingfest

Martin Mayer aus Traunreut (Oberbayern) erhält eine Verdienstmedaille für seine Zivilcourage.

Marihuana-Pflanzen

Symbolbild: quinntheislander

Für eine mutige Tat ist jetzt ein Jäger aus dem oberbayerischen Traunreut geehrt worden: Weil Martin Mayer im Alleingang zwei bewaffnete Männer dingfest machte, die am Waldrand eine Marihuana-Plantage betrieben, erhielt er von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann eine Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit.

Wie die Bayernwelle berichtet, hatte Mayer am Rande seines Jagdreviers die Marihuana-Pflanzen entdeckt und die Polizei verständigt. Nachdem die Plantage gerodet worden war, überraschte der Jäger drei Wochen später zwei Männer dabei, die erneut Marihuana-Pflanzen anbauen wollten.

In seiner Laudatio hob Innenminister Herrmann hervor, Mayer habe daraufhin „geistesgegenwärtig“ sein Fahrzeug vor das Auto der beiden Männer gestellt. Nachdem er sie ansprach, habe einer der beiden eine Waffe ins Gebüsch geworfen, die sich später als Luftdruckpistole herausstellte. Der andere Täter sei mit einem Messer im Hosenbund bewaffnet gewesen. Herrmann würdigte es, dass der Jäger die beiden Männer „trotz ihrer offensichtlichen Gefährlichkeit bis zum Eintreffen der Polizei in Schach“ gehalten habe.

„Durch Ihr couragiertes Handeln konnte nach weiteren Ermittlungen eine vierköpfige Drogenhändlerbande überführt werden. Das verdient höchsten Respekt!“, sagte der bayerische Innenminister abschließend. Insgesamt erhielten aus der Hand des CSU-Politikers 33 bayerische Bürger die Verdienstmedaille für Zivilcourage.

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