EU und Trophäenjagd: CIC und FACE warnen vor Gefahren

Der Internationale Rat für die Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Zusammenschluss der europäischen Jagdverbände (FACE) haben allen EU-Staaten jetzt einen Brief geschrieben. Die Vertreter von sieben Millionen Jägern in Europa und 30 Millionen weltweit, drücken darin ihre Besorgnis gegenüber den Plänen der EU-Kommission aus. Diese will weltweit die Ein- und Ausfuhr von Jagdtrophäen mit umfangreichen neuen Regelungen erschweren. Die Vorschläge sollen bei der bevorstehenden Konferenz der Vertragsparteien des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) im September in Johannesburg, Südafrika, zur Abstimmung gestellt werden.

Die vorgeschlagenen neuen Regelungen seien unverhältnismäßig. Sie stünden sogar im Widerspruch zum Washingtoner Artenschutzabkommen selbst, heißt es von CIC und FACE. Angesichts der verhältnismäßig geringen Probleme bei der Bejagung von Wildarten, die CITES unterliegen, sei der geforderte bürokratische Aufwand nicht angemessen. Vergleichbare Anforderungen würden noch nicht einmal innerhalb der EU und ihrer Mitgliedstaaten gelten.

Zusammen mit allen anderen CITES-Mitgliedsstaaten sollte sich die EU stattdessen bemühen, die bestehenden Vorschriften besser anzuwenden und den Dialog zwischen den Ausfuhr- und Einfuhrländern zu verstärken, nicht aber den Jagdtourismus abzuwürgen. Das würde dem Artenschutz und auch den laufenden Bemühungen zur Wildereibekämpfung in Afrika schaden.

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