Frankfurt: Jetzt darf auch der Zoo Nilgänse jagen

Tiere sollen außerhalb der Öffnungszeiten erlegt werden, sobald sie Zoobesucher attackieren.

Zwei Nilgänse

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Trotz aller aktuellen Diskussionen über den Abschuss von Nilgänsen hat in Frankfurt am Main nun auch der städtische Zoo eine Genehmigung erhalten, die Tiere zu erlegen. Wie die Frankfurter Neue Presse berichtet, beantragte Zoodirektor Manfred Niekisch „vorsorglich“ eine Erlaubnis zum Abschuss. Die Stadt hatte im August die Jagd auf Gänse freigegeben, die im größten Frankfurter Freibad ihren gesundheitsschädlichen Kot hinterlassen.

Niekisch sagte gegenüber der Zeitung, Nilgänse hätten sich auf den Rasen- und Wasserflächen des Zoos längst ausgebreitet. „Kleine Stockenten haben sie sogar schon totgebissen“, berichtete der Zoodirektor. Mit möglichen Abschüssen sollten jedoch nicht in erster Linie Zootiere geschützt werden. Niekisch stellte klar: „Sobald eine Nilgans Besucher angreift, wird sie erlegt.“ Als Untere Jagdbehörde habe das Frankfurter Ordnungsamt zugestimmt, dass Nilgänse im Zoo außerhalb der Öffnungszeiten erlegt werden dürfen. Dem Direktor zufolge würden zwei Mitarbeiter, die einen Jagdschein haben, „das dann erledigen“.

Auf die Freigabe der Gänse-Jagd im Frankfurter Brentanobad hatten Naturschützer und Vogelkundler im August mit heftiger Kritik reagiert. Der Nabu beispielsweise bezeichnete die Entscheidung als „irrsinnig“. Zoodirektor Niekisch verdeutlichte gegenüber der Frankfurter Neuen Presse, er könne die Aufregung unter Tierschützern nicht nachvollziehen. Es sei für ihn klar, dass in dem Freibad etwas getan werden musste.

Mehr zur Nilgans-Diskussion in Frankfurt am Main lesen Sie hier:
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Nabu hält Gänse-Jagd für „irrsinnig“
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