Fünf Hochsitze demoliert – „Militante Tierschützer“ unter Verdacht

Im schweizerischen Winterthur entdeckte ein Jäger in einem Revier gleich mehrere beschädigte Ansitze. Die Polizei ermittelt und vermutet Jagdgegner hinter den Taten.

Einer der zerstörten Hochsitze

Foto: Stadtpolizei Winterthur

Gleich fünf Hochsitze sind jetzt im schweizerischen Winterthur (Kanton Zürich) offenbar zum Ziel von Vandalen geworden. Wie die Polizei mitteilte, dürften die Täter nach ersten Erkenntnissen „aus dem Umfeld militanter Tierschützer stammen“.

Anfang dieser Woche meldete ein Jäger der Stadtpolizei Winterthur, dass er in einem Wald insgesamt fünf beschädigte Ansitze entdeckt hatte: Zwei metallene Hochsitze hatten die Täter umgestoßen, zusätzlich waren Streben abgetrennt und verbogen. Bei einem Hochsitz und zwei Kanzeln aus Holz waren tragende Elemente durchgesägt worden, sodass die Einrichtungen kippten oder umstürzten. Der Polizei zufolge entstand durch die Aktionen ein Sachschaden von mehreren Tausend Franken. Die Ermittlungen laufen, Zeugen der Taten sind aufgerufen, sich bei der Polizei zu melden.

Attacken von Jagdgegnern auf Hochsitze sind in der Schweiz leider keine Seltenheit. Erst im November war aus dem Kanton Zürich eine regelrechte „Offensive“ zerstörungswütiger Aktivisten gemeldet worden (wir berichteten). In der Vergangenheit hatten sich auch in weiteren Kantonen „Vandalenakte“ ereignet, bei denen Hochsitze komplett umgesägt oder durch Ansägen in eine „perfide Falle“ verwandelt wurden (wir berichteten hier und hier). Zu wünschen wäre den schweizerischen Polizisten ein Erfolg, wie er kürzlich in Deutschland gelang: Piloten eines Polizeihubschraubers beobachteten in Nordrhein-Westfalen einen Hochsitz-Brandstifter auf frischer Tat. Der Mann konnte dingfest gemacht werden (wir berichteten).

Das könnte Sie auch interessieren
Aktuell & informativ

DER OUTFOX WORLD NEWSLETTER

Aus der Natur direkt in Ihr Postfach.

Folgen Sie uns!