Gemeinden wollen „wolfsfreie Zone“ werden

In Brandenburg planen drei Dörfer einen Beschluss, um die Landesregierung aufzurütteln – der Nabu äußert sich despektierlich.

Wolf

Foto: Tobias Bürger

Drei Gemeinden im brandenburgischen Landkreis Oberhavel wollen sich gemeinsam zu einer „wolfsfreien Zone“ erklären. Wie die Märkische Allgemeine berichtet, fordern die Verantwortlichen aus Sonnenberg, Stechlin und Großwoltersdorf, den strengen Schutzstatus des Wolfes zu lockern, ihn in das Jagdrecht aufzunehmen und Rückzugsgebiete auszuweisen.

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Dem Bericht zufolge soll der Beschluss als Appell an die Landesregierung wirken, die Befürchtungen in der Bevölkerung ernst zu nehmen. „Die bisherigen Regelungen sind unbrauchbar“, sagte Ralf Wöller, Bürgermeister von Sonnenberg und Mitglied im Bauernbund. „Wir wollen aufrütteln“, ergänzte der Stechliner Bürgermeister Wolfgang Kielblock. Laut einem weiteren Bericht der Märkischen Allgemeinen kritisierte ein regionaler Vertreter des Nabu das Vorhaben der drei Gemeinden als „ungewöhnliche Forderung“. Dann könne man auch über eine „fußpilzfreie Zone“ sprechen. Der für die Gemeinden zuständige Amtsdirektor sagte dazu, mit dieser Äußerung mache sich der Nabu lustig über die Sorgen der Landwirte.

Einen umfangreichen Überblick über das Thema Wolf finden Sie auch hier in unserem Wolfsticker: Hier klicken!

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