Gericht sagt Ja zu eingeschränkten Jagdzeiten

Schleswig-holsteinische Jäger scheitern vor dem Oberverwaltungsgericht mit Normenkontrollanträgen gegen die Landesjagdzeitenverordnung.

Damwild

Foto: Karl-Heinz Fritschek

In Schleswig-Holstein bleiben die Jagdzeiten für einige Tierarten eingeschränkt. Wie shz.de berichtet, scheiterten mehrere Jäger jetzt vor dem Oberverwaltungsgericht in Schleswig. Sie hatten unter anderem argumentiert, wegen der Vorschriften in der Landesjagdzeitenverordnung keine angemessene Wildschadensvorsorge mehr betreiben zu können.

Dem Bericht zufolge richteten sich die insgesamt 13 Normenkontrollanträge gegen die Festlegung von Jagdzeiten in Schleswig-Holstein aus dem Jahr 2014. Das Umweltministerium hatte damals verordnet, dass für Tierarten wie Rot- und Damwild, Wildkaninchen und Nonnengänse eingeschränkte Jagdzeiten gelten, die von der Bundesjagdzeitenverordnung abweichen. Für Saat- und Blässgänse, Höckerschwäne, Rebhühner und Elstern ist demnach in Schleswig-Holstein sogar eine ganzjährige Schonzeit vorgesehen.

Die Jäger beklagten einerseits eine unverhältnismäßige Aushöhlung ihres Rechts auf Jagdausübung. Andererseits befürchteten sie, nicht mehr ausreichend Vorsorge gegen Wildschäden treffen zu können. Das Oberverwaltungsgericht entschied laut dem Bericht jedoch, dass sich das Kieler Umweltministerium innerhalb des gesetzlichen Gestaltungsspielraum bewegt habe und aus Gründen des Tier- und Naturschutzes auch Jagdzeiten, die vom Bundesrecht abweichen, festlegen dürfe.

Schon vor zwei Jahren kritisierte der schleswig-holsteinische Landesjagdverband die Verordnung des grünen Umweltministers Robert Habeck scharf. Sie zeuge „von einer hohen Unkenntnis über Fragen und Erfordernisse der Jagd“, hieß es damals laut einem shz-Bericht.

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